Wm-rechnung schlägt für städte zu: infantinos milliardensprechen platzt!
Houston, San Francisco, Toronto – die Euphorie um die WM 2026 verraucht, während die Städte mit einer bitteren Realität konfrontiert werden: Die versprochenen wirtschaftlichen Booms bleiben aus, während die Kosten explodieren. FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte von Milliardengewinnen gesprochen, doch die Bilanz für die Gastgeberstädte deutet auf eine ganz andere Geschichte hin – eine Geschichte von überhöhten Erwartungen und leerem Portemonnaie.
Die öffentliche kasse blutet, private akteure profitieren
Jules Boykoff, Politikwissenschaftler von der Pacific University, bringt es auf den Punkt: „Die Grundregel lautet: Bei der Weltmeisterschaft bezahlt die Öffentlichkeit das Event, private Akteure verdienen daran.“ Die Geschichte wiederholt sich, denn die Versprechungen von Reichtum und Wohlstand, die vor dem Turnier lautstark verkündet wurden, erweisen sich oft als Luftschlösser. Während die Veranstalter weiterziehen, bleiben die Kommunen mit den immensen Kosten zurück. San Franciscos Bürgermeister Daniel Lurie sprach zwar von einem „Treffpunkt für Fans“ und Rekord-Tourismuszahlen, doch hinter der glänzenden Fassade verbirgt sich die bittere Wahrheit: Die Einnahmen blieben hinter den Erwartungen zurück.
Auch in Arlington, Texas, klingt die Begeisterung gedämpft. Bürgermeister Jim Ross betonte zwar die Vorteile für kleine Unternehmen, doch die Frage ist, ob diese wirklich die hohen Kosten kompensieren können. Die Rechnung für die WM wird in den kommenden Jahren von den Steuerzahlern getragen, während die FIFA ihre Taschen füllt.
Professor Brett Christenson von der Pennsylvania State University fasst es prägnant zusammen: „Sportliche Mega-Events wie die WM funktionieren seit Langem nach dem Mythos, dass sie die Wirtschaft für alle ankurbeln. Doch die Daten zeigen etwas anderes: In den meisten Fällen lohnt es sich finanziell nicht.“
Der Hotel-Dachverband der USA meldete kurz vor Turnierbeginn alarmierend niedrige Buchungszahlen – in 80 Prozent der Hotels an den Spielorten lagen die Auslastungswerte unter den Erwartungen. Die erhoffte Flut aus internationalen Fans blieb aus, und die Städte müssen nun die Konsequenzen tragen.
Toronto versuchte sogar, durch den Verkauf von VIP-Tickets an die FIFA, die Kosten zu refinanzierten. Eine Maßnahme, die so manche Kritik hervorrief und die Stadt in den Augen einiger Beobachter wie einen Schwarzmarkthändler dastehen ließ.

Die fifa – ein geldmaschine mit globaler reichweite
Gianni Infantino, der Präsident der FIFA, kündigte mit großem Tamtam Rekordeinnahmen in Höhe von 11 bis 13 Milliarden US-Dollar an. Diese enormen Summen fließen nicht in die Städte, sondern werden von der FIFA zur Förderung des Fußballs weltweit verwendet – und zur Finanzierung der eigenen Machtstrukturen. Politikwissenschaftler Boykoff hält das für ein perfides Geschäftsmodell: „Für eine gemeinnützige Organisation hat die FIFA ein erstaunlich profitables Geschäftsmodell.“
Die WM 2026 wird somit zu einem weiteren Beispiel dafür, wie große Sportveranstaltungen oft mehr Schaden als Nutzen anrichten – zumindest für die Städte, die den Großteil der Kosten tragen. Die Versprechen von Reichtum und Wohlstand erweisen sich als trügerisch, während die FIFA ihre Milliardengewinne einstreicht.
