Wm-hitzekrimi: fifa verbietet wasserflaschen – fans zahlen drauf!
Die Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika droht zur Hitzekrise zu werden – und die Fifa macht es Fans nicht leicht, sich abzukühlen. Ein überraschendes Verbot von wiederverwendbaren Wasserflaschen in den Stadien sorgt für massive Kritik, während Experten vor gesundheitlichen Risiken durch die hohen Temperaturen warnen.
Ein herber rückschlag für die wm-besucher
Noch im Mai klang es vielversprechend: Fans durften leere, transparente Flaschen mitnehmen, um sie an den Trinkbrunnen aufzufüllen. Doch nun hat die Fifa überraschend die Richtlinien geändert und ein generelles Verbot für wiederverwendbare Wasserflaschen erlassen. Der offizielle Grund: vermeintliche Sicherheitsbedenken. Wie viele Arenen bereits ähnliche Verbote hatten, spielt dabei offenbar keine Rolle.
Die Kehrtwende wirft ein schlechtes Licht auf den Veranstalter, denn die Temperaturen in den WM-Städten werden voraussichtlich oft über 30 Grad Celsius steigen. Fans, die während der Spiele Durst leiden, müssen nun tiefer in die Tasche greifen – ein Liter Wasser kostet im Stadion zwischen vier und sechs Dollar. Die Fipa beteuert, die Preise würden unverändert bleiben, doch angesichts der Umstände erscheint dies wenig kulant.

Gesundheitsrisiken im schatten des turniers
Die Lage ist ernst. Eine aktuelle Studie der Forschungsgruppe „World Weather Attribution“ kommt zu dem Schluss, dass bereits 26 der insgesamt 104 Spiele unter Bedingungen stattfinden werden, die ein erhöhtes Gesundheitsrisiko für die Sportler darstellen. Trinkpausen für die Spieler sind daher unausweichlich, während für die Fans die Hydration nun zur teuren Angelegenheit wird.
Experten warnen eindringlich vor den gesundheitlichen Folgen von Überhitzung. Gerade bei längeren Aufenthalten in der prallen Sonne und unter hoher körperlicher Anstrengung können Hitzschlag und Dehydration lebensbedrohlich werden. Die Fifa scheint diese Risiken zu ignorieren oder zumindest herunterzuspielen.
Die Entscheidung, die Wasserflaschen zu verbieten, wirkt angesichts der drohenden Hitzewelle kurzsichtig und wenig fanfreundlich. Statt ein nachhaltiges und gesundes Turnier zu fördern, setzt die Fifa offenbar auf kurzfristigen Profit. Die Rechnung könnte am Ende teuer werden – für die Gesundheit der Fans und das Ansehen des Weltverbandes.
