Wm-eklat in der schweiz: kann xhaka das ruder herumreißen?
Schock in der WM-Gruppe G: Die Schweiz verabschiedet sich mit einem schmeichelhaften 1:1 gegen Katar alles andere als glorreich in die entscheidende Phase der Gruppenphase. Der Titelanwärter wirkt angeschlagen, die Frage nach dem Gruppensieg brennt – und die Verantwortlichen müssen jetzt handeln. Einer, der die Lage aus der Froschperspektive betrachtet, ist der ehemalige Nationalstürmer Alexander Frei.
Die fehlende durchschlagskraft vor dem tor
„Die Ernsthaftigkeit vor dem gegnerischen Tor muss stimmen“, betont Frei im Gespräch mit Sport BILD. „Aber auch der Glaube an die eigenen Fähigkeiten ist entscheidend.“ Die Schweizer Offensive wirkte gegen Katar harmlos, die Chancen wurden nicht konsequent verwertet. Das Problem liegt nicht nur an der individuellen Klasse, sondern auch an der fehlenden Entschlossenheit im Abschluss.
Doch es gibt Hoffnungsträger. Granit Xhaka, der Kapitän und Dreh- und Angelpunkt des Teams, scheint durch seine Leistungen bei Bayer Leverkusen neue Selbstsicherheit getankt zu haben. „Er hat unglaubliche strategische Fähigkeiten, ist technisch herausragend und organisiert das ganze Spiel“, lobt Frei. „Es gibt kaum einen Angriff, den er nicht einleitet. Granit ist mit Abstand der wichtigste Spieler dieser Nationalmannschaft und gehört zur absoluten Weltspitze der Strategen.“
Seine konstante Leistung, selbst in schwierigen Phasen, ist bemerkenswert. „Wenn er nicht gut spielt, ist er immer noch überdurchschnittlich stark“, so Frei. „Das kann nur wenige Fußball-Profis von sich behaupten.“ Diese Fähigkeit, auch unter Druck entscheidende Impulse zu setzen, macht Xhaka so wertvoll für die Schweiz.

Junge talente für die zukunft?
Blickt man in die Zukunft, so könnte Zeki Amdouni vom FC Burnley eine interessante Option für den Angriff der Schweiz sein. „Er hat unglaublich viel Potenzial und würde auch vom Charakter zur Ruhrpott-Mentalität passen“, meint Frei. Der junge Stürmer scheint die nötige Mischung aus Talent, Ehrgeiz und Bescheidenheit mitzubringen, um in der Bundesliga zu bestehen.
Ein weiteres spannendes Beispiel ist Deniz Undav, der bei der Stuttgarter WM-Vorbereitung eine starke Figur abgegeben hat. Seine Geschichte ist bemerkenswert: Er hat sich in unteren Ligen durchgebissen und erst spät im Leben den Durchbruch geschafft. „Sein Beispiel zeigt, dass es immer möglich ist, auch über Umwege nach ganz oben zu kommen.“
Die Schweiz steht vor einer gewissen Zerreißprobe. Doch mit Spielern wie Xhaka und dem Potenzial junger Talente, könnte das Team noch eine Überraschung präsentieren. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob die Schweiz ihre Ambitionen in der WM-Gruppe G verwirklichen kann.
