Wm-drama in guadalajara: spanien und uruguay kämpfen um das erstrunden-los!

Die Auslosung der WM in Katar wirft lange Schatten voraus – und die Entscheidungen im Gruppe H sind alles andere als sicher. Während Argentinien bereits den Gruppensieg in trockenen Tüchern hat, kämpfen Spanien und Uruguay in einem direkten Duell um die vermeintlich rosige Position im Achtelfinale, um den vermeintlich leichten Weg zur K.O.-Runde.

Ein wm-finale vor dem achtelfinale

Ein wm-finale vor dem achtelfinale

Das Duell zwischen Spanien und Uruguay am 26. Juni in Guadalajara (Mexiko) hat K.-o.-Charakter. Beide Teams sind sich bewusst, dass der Gruppensieg bedeutet, Argentinien in Miami zu vermeiden – ein Duell, das noch viele unschöne Erinnerungen an Messi wachruft. Doch die Lage ist brisanter, als es scheint. Denn auch die vermeintlich chancenlosen Teams Cabo Verde und Saudi-Arabien haben überraschende Akzente gesetzt.

Spanien stolperte im ersten Spiel gegen Cabo Verde, obwohl die Partie als souveriter Sieg erwartet wurde. Ein 0:0 gegen eine nominell schwächere Mannschaft ist für ein Team mit den Ambitionen der Furia Roja ein Warnsignal. Uruguay hingegen befindet sich in einer tieferen Krise. Zwei Unentschieden gegen Saudi-Arabien und Cabo Verde haben die Situation der Urus gezeigt. Nur ein Sieg gegen Spanien kann das Team von Tabarez vor einem vorzeitigen K.O. bewahren.

Die Ausgangslage ist verkorkst: Alle vier Teams haben noch eine realistische Chance, sich für die K.O.-Runde zu qualifizieren. Spanien ist zwar der Favorit, aber die anderen Teams dürfen nicht unterschätzt werden. Ein Sieg von Spanien bedeutet die sichere Führung. Ein Remis würde die Situation komplizieren, während eine Niederlage ein echtes Chaos auslösen könnte.

Die Erinnerungen an frühere WM-Enttäuschungen spuken in Spanien. In Russland 2018 und Katar 2022 verpasste die spanische Nationalmannschaft die K.O.-Runde nur denkbar knapp. Die Art und Weise, wie diese beiden Turniere endeten, ist allen Fans noch in Erinnerung – ein Schock für die Nation. Das Spiel gegen Japan in Katar, als man nach elf Minuten in Führung ging, um dann 2:1 zu verlieren, ist ein Mahnmal. Ebenso das Unentschieden gegen Marokko in Russland, als man zweifach in Rückstand geriet, um durch einen Last-Minute-Treffer von Aspas und einem Glückstreffer in der Nachspielzeit noch den Gruppenzweiten Platz zu sichern.

Die Geschichte von Bielsa und Chile in Südafrika 2010 sollte Spanien ebenfalls als Warnung dienen. Damals stand Spanien nach einer Niederlage gegen die Schweiz und einem 2:0-Sieg gegen Honduras vor dem Ausscheiden. Ein Fehler von Claudio Bravo und ein unglaubliches Tor von Villa retteten Spanien in letzter Sekunde. Das Spiel gegen Marokko endete 2:2, wobei Spanien noch in der Nachspielzeit durch einen Treffer von Aspas ausgleichen konnte. Ein späten Ausgleich von Iran gegen Portugal sicherte Spanien den Gruppensieg. Die Ereignisse in Südafrika zeigen, dass im Fußball alles möglich ist.

Die Spannung im Gruppe H ist kaum zu überbieten. Spanien muss sich gegen die Überraschungen der anderen Teams behaupten, während Uruguay um sein Überleben kämpft. Die Fans dürfen sich auf ein dramatisches Finale freuen, das die WM in Katar in ihren Bann ziehen wird.