Wm-boykott droht – dfb im zwielicht!

Eskaliert der druck auf den dfb?

Die kommende Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko steht bereits vor ihrem Anpfiff im Sturm. Angesichts der zunehmend polarisierenden Politik von US-Präsident Donald Trump mehren sich die Rufe nach einem kompletten Boykott des Turniers. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ringt mit sich und versucht, den drohenden Imageschaden abzufedern. Doch die internen Grabenkämpfe werden immer tiefer!

Göttlichs vorstoß: ein schlag ins gesicht?

Göttlichs vorstoß: ein schlag ins gesicht?

Oke Göttlich, Präsident des FC St. Pauli und DFB-Vizepräsident, hatte mit seiner Äußerung, einen Boykott der Nationalmannschaft in Erwägung zu ziehen, für Aufsehen gesorgt. Dies führte zu heftiger Kritik innerhalb des Verbandes. Andreas Rettig, DFB-Geschäftsführer Sport, bemängelte das Vorgehen Göttlichs scharf. Es sei der falsche Zeitpunkt und die falsche Art gewesen, eine solche Diskussion anzustoßen.

Rudert göttlich zurück – oder doch nicht?

Rudert göttlich zurück – oder doch nicht?

Nach einer hitzigen Sitzung des DFL-Präsidiums versuchte Göttlich, die Wogen zu glätten. Er betonte, keinen Boykott gefordert, sondern lediglich eine Diskussion anregen zu wollen. Dennoch hielt er an seiner Meinung fest, dass der Fußball auch schwierige Themen diskutieren müsse. Der DFB versucht weiterhin, das Thema Boykott zu minimieren, um die sportlichen Interessen nicht zu gefährden.

Katar-debakel als mahnung

Katar-debakel als mahnung

Die Erinnerungen an die WM 2022 in Katar sind noch frisch. Die Debatte um einen möglichen Rückzug hatte die Leistung der deutschen Mannschaft überschattet. Die symbolträchtige “Mund-zu-Geste” vor dem Spiel gegen Japan, ein stiller Protest gegen das Verbot der “One Love”-Kapitänsbinde, wurde zu einem Bumerang. Die Spieler haben aus dieser Erfahrung ihre Lehren gezogen.

Stars blocken politische äusserungen

Stars blocken politische äusserungen

Joshua Kimmich und Leon Goretzka (beide FC Bayern München) haben sich demonstrativ von politischen Debatten distanziert. Kimmich erklärte, dass sich Spieler nicht zu sehr politisch äußern sollten, da dies nicht zielführend sei. Goretzka ergänzte, dass sportlicher Erfolg im Vordergrund stehen müsse, da sonst ein Engagement nachteilig ausgehen könne.

Nagelsmanns grosse sorgen

Nagelsmanns grosse sorgen

Auch Niko Kovac, ehemaliger Trainer des FC Bayern, versuchte, das Thema zu entschärfen. Er lenkte eine entsprechende Frage während einer Pressekonferenz ab und verwies an den Bundestrainer. Es ist fraglich, ob sich Julian Nagelsmann über diese Aussage freuen dürfte, doch er dürfte Verständnis dafür haben. Seine Hauptsorge gilt der sportlichen Neuausrichtung der Nationalmannschaft nach einer langen Erfolgslosigkeit.

Dfb hofft auf politische unterstützung

Der DFB ringt um eine gemeinsame Linie. Eine Präsidiumssitzung am Freitag soll Klarheit bringen. Andreas Rettig deutete an, dass man sich Unterstützung von der Bundesregierung erhofft. Die eigentliche Aufgabe des DFB liege jedoch im Fußball, so der Tenor.