Wm in den usa: iran verzichtet auf fans – politische hürden stoßen auf unverständnis

Ein Schock für die iranischeFußball-Nationalmannschaft und ihre Anhänger: Kurz vor dem WM-Start in den USA hat der iranische Fußballverband bekannt gegeben, dass die Reise für iranische Fans abgebrochen wurde. Die Vereinigten Staaten haben die zugeteilten Tickets kurzfristig zurückgezogen, was die Unterstützung der eigenen Fans im entscheidenden Moment unmöglich macht.

Bürokratisches tauziehen überschattet das turnier

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Die Entscheidung der USA reiht sich ein in eine Reihe von Problemen, die die Vorbereitung des Iran auf die Weltmeisterschaft erschwerten. Schon die Visavergabe für die Mannschaft sorgte für hitzige Diskussionen, als 15 Mitgliedern der Delegation die Einreise verweigert wurde. Nun folgt der Schlag für die Fans, die sich unweigerlich auf die politischen Spannungen zwischen den beiden Ländern zurückführen lässt. Die FIFA-Regularien besagen, dass der Iran acht Prozent der Tickets für jedes Spiel erhalten sollte – ein Kontingent, das nun wertlos ist.

„In einem höchst unerwarteten Schritt wurden unsere Tickets zurückgezogen“, klagt der iranische Fußballverband in einer Stellungnahme. „Unter den gegenwärtigen Umständen können wir den Fans unserer Nationalmannschaft kein einziges Ticket zur Verfügung stellen. Dies widerspricht dem Geist internationaler Wettbewerbe und dem Grundsatz der Gleichberechtigung.“

Die Entscheidung der USA wirft Fragen auf: Ist dies eine gezielte Maßnahme, um die Anwesenheit iranischer Fans in den Stadien zu unterbinden? Die FIFA und die US-Veranstalter haben sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Die Verlegung des WM-Quartiers von Tucson nach Tijuana, Arizona, aufgrund der angespannten Beziehung zu den USA, deutet jedoch auf eine tieferliegende politische Motivation hin.

Für den Iran ist es ein bitterer Rückschlag. Das Team trifft am 15. Juni in Los Angeles auf Neuseeland, am 21. Juni in derselben Stadt auf Belgien und schließt die Gruppenphase am 26. Juni in Seattle gegen Ägypten ab. Ohne die Unterstützung der eigenen Fans wird es für die Mannschaft deutlich schwieriger, auf dem zu erwartenden hohen Leistungsniveau zu spielen.

Die Situation zeigt einmal mehr, wie politische Faktoren den Sport beeinflussen können. Während sich die Spieler auf das Spielfeld konzentrieren müssen, bleibt die Frage, ob die WM in den USA zu einem Schmelztiegel der Kulturen und Freundschaften werden kann, wenn politische Hindernisse den Zugang für Fans aus verschiedenen Ländern erschweren. Die Stille der FIFA und der US-Veranstalter zu den Vorwürfen des Iran lässt zudem Zweifel aufkommen, ob die sportliche Integrität Vorrang vor politischen Interessen hat.