Wm 2026: usa baut auf hightech-sicherheit gegen drohnen-bedrohungen
Die USA bereiten sich auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 vor, und die Sicherheitsvorkehrungen sind noch nie so umfangreich gewesen. Besonders im Fokus: die Neutralisierung von Drohnen, die eine ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit der Stadien und Fan-Zonen darstellen könnten. Ein multimillionenschweres Sicherheitsprogramm soll sicherstellen, dass das Turnier sicher und reibungslos abläuft.
Bedenken wegen potenzieller angriffe mit drohnen
Jeff Flohr vom King County Sheriff's Department, zuständig für die Sicherheit in Seattle, warnt eindrücklich: „Einer der größten Ängste ist, dass jemand eine Drohne mit Sprengstoff zu einem der WM-Events fliegen lässt.“ Die Bedrohung durch Drohnen ist real, da diese in Konflikten wie in der Ukraine und im Iran bereits als Waffen eingesetzt wurden. Die USA haben daher rund 365 Millionen US-Dollar in ein technisches Schutzschild investiert, um Drohnen-Bedrohungen frühzeitig zu erkennen und abzuwehren.

Umfangreiche überwachung und maßnahmen zur drohnenabwehr
Besonders in Seattle, das sechs WM-Spiele austragen wird, werden 12 Millionen US-Dollar der Bundesmittel für die Sicherheit des Turniers eingesetzt. Ein Großteil dieser Summe fließt in die Überwachung der sogenannten „No-Fly-Zonen“, die von der Federal Aviation Administration (FAA) rund um alle Stadien und Fan-Zonen definiert wurden. Die Behörden konzentrieren sich darauf, unautorisierte Drohnen zu erkennen, zu verfolgen und zu kontrollieren. Die Sicherheitsmaßnahmen umfassen auch die Überwachung von Flughäfen und Transportzentren.

„Wir sind bereit, drohnen abzuschießen“ – fbi gibt klare ansagen
Patrick Grandy, stellvertretender Büroleiter des FBI in Los Angeles, kündigt unmissverständlich an: „Wir sind bereit, jedes Fahrzeug abzuschießen, das die Flugverbotszonen verletzt.“ Verstöße gegen diese Zonen werden mit erheblichen Strafen geahndet, darunter Gefängnisstrafen, hohe Geldstrafen von bis zu 100.000 US-Dollar und die Beschlagnahmung der Drohne. Die drei Co-Gastgeber Kanada, die USA und Mexiko setzen auf verschiedene Technologien zur Drohnenabwehr, darunter das System „Cyber-over-RF“ des Unternehmens Sentrycs, das eine „sanfte Neutralisierung“ (Soft Kill) ermöglicht.
Präzise technologie statt disruptiver eingriffe
Eric Brock, CEO von Ondas Holdings, erklärt, dass diese Technologie es ermöglicht, unautorisierte Drohnen sicher zu stoppen, ohne die Funktion kritischer Infrastrukturen wie Mobilfunknetze, GPS-Systeme oder Notfallkommunikation zu beeinträchtigen. Die Polizei bevorzugt diesen Ansatz, da er es ermöglicht, Bedrohungen abzuwehren, während gleichzeitig der normale Betrieb und die Sicherheit der Umgebung gewährleistet bleiben. Die Sorge gilt nicht nur bösartigen Akteuren, sondern auch unachtsamen oder uninformierten Drohnenpiloten, die gefährliche Situationen verursachen können.
Ein wettlauf gegen die zeit
Obwohl sowohl Flohr als auch Brock die Herausforderung, die WM zu schützen, als „groß“ bezeichnen, sind sie zuversichtlich, dass die Gastländer sich ausreichend vorbereitet haben. Der Sicherheitsminister Markwayne Mullin räumte jedoch kürzlich vor dem Kongress ein, dass die Regierung noch hinterherhinkt, was die Abwehr von Drohnen betrifft. „Wir haben enorme Ressourcen und Geld investiert, um eine offensive Drohnenabwehrfähigkeit zu haben, aber in Bezug auf die Verteidigungsmaßnahmen hinken wir alle ein wenig hinterher“, gestand Mullin. Die Interzeption von acht Drohnen beim Formel-1-Grand-Prix von Miami im Mai und die Deaktivierung von zwölf Drohnen beim Masters of Golf in Georgia im April verdeutlichen die wachsende Notwendigkeit für verbesserte Sicherheitsmaßnahmen.
