Wm 2026: trump-berater schlägt italien-einsatz statt iran vor – ein politischer schachzug?
Ein unerwarteter Wirbelwind weht über die Vorbereitungen zur Weltmeisterschaft 2026: Ein Vorschlag des Sonderbeauftragten des US-Präsidenten Donald Trump für globale Partnerschaften, Paolo Zampolli, könnte die Qualifikation des Iran für das Turnier gefährden und Italien stattdessen ins Rampenlicht rücken. Die Nachricht, die über die Financial Times verbreitet wurde, wirft Fragen nach der Rolle von Politik im Fußball auf und lässt die sportliche Entscheidung in den Hintergrund treten.

Ein traum aus new york und washington?
Zampolli begründet seinen Vorschlag mit der historischen Bedeutung der italienischen Nationalmannschaft, der „Squadra Azzurra“, die bereits vier Weltmeisterschaften gewonnen hat. „Mit ihren vier Titeln haben sie die Reputation, die eine Teilnahme rechtfertigt“, erklärte er. Der persönliche Aspekt darf dabei nicht außer Acht bleiben: Als Mann italienischer Abstammung sei es ihm ein „Traum“, Italien bei einer WM in den USA zu sehen. Diese Aussage offenbart mehr als nur eine Fußballleidenschaft; sie deutet auf eine gezielte politische Geste hin.
Doch was steckt wirklich hinter diesem überraschenden Vorstoß? Die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran sind seit Jahren angespannt, und ein Kriegszustand zwischen den Nationen während einer Weltmeisterschaft im Gastgeberland wäre ein beispielloser Fall. Noch nie zuvor nahm ein Land an einer WM teil, während es gleichzeitig im Krieg mit dem Gastgeber stand. Die FIFA hat zwar unmissverständlich klargestellt, dass der Iran „auf jeden Fall“ bei der WM dabei sein wird, doch der Druck aus Washington könnte das Blatt wenden.
Diplomatisches Signal nach Rom: Es ist offensichtlich, dass der Vorschlag von Zampolli nicht nur auf sportlichen Überlegungen basiert. Vielmehr handelt es sich um ein diplomatisches Signal an Italien, mit dem Washington die Beziehungen zu Rom stärken möchte. Die jüngsten Kontakte zwischen den beiden Ländern waren von Spannungen geprägt, insbesondere im Hinblick auf die Beziehungen zum Vatikan. Die USA suchen offenbar den Dialog und wollen die transatlantischen Bindungen festigen – auch wenn dies auf Kosten der sportlichen Fairness geht.
Leonardo Bonucci, italienischer Fußballspieler, hat sich bereits in die Debatte eingeschaltet und Pep Guardiola als möglichen neuen Trainer der Nationalmannschaft gefordert. Ein Neustart scheint in Italien dringend erforderlich, und die politische Unterstützung aus den USA könnte dabei eine entscheidende Rolle spielen. Die offizielle Reaktion der FIFA und der beteiligten Verbände lässt jedoch noch auf sich warten. Bleibt abzuwarten, ob dieser politische Schachzug tatsächlich die WM 2026 nachhaltig verändern wird.
Die FIFA schweigt bislang zu dem Vorfall. Die kommenden Tage werden entscheidend sein, um zu beurteilen, ob die politischen Interessen die sportliche Integrität überlagern werden.
