Wm 2026: iran entscheidet sich für mexiko – usa blockierten offenbar

Ein überraschender Knackpunkt bei der Vorbereitung auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2026: Der iranische Nationaltrainer muss seine Pläne ändern. Statt in den USA zu trainieren, wird Team Melli nun in Mexiko Quartier errichten. Die Entscheidung resultiert aus einer unerwarteten Blockade seitens der Vereinigten Staaten, wie die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum enthüllte.

Geopolitik beeinflusst sportliche entscheidungen

Geopolitik beeinflusst sportliche entscheidungen

Die Situation ist angesichts der angespannten Beziehungen zwischen dem Iran und den USA umso brisanter. Laut Sheinbaum sollen die USA eine Anfrage des Iran nach einem Trainingslager auf ihrem Territorium abgelehnt haben. "Die USA wollen nicht, dass sich die iranische Nationalmannschaft auf ihrem Territorium niederlässt“, erklärte sie. Daraufhin habe der Iran Mexiko um Aufnahme gebeten, was prompt mit einem „Ja, kein Problem“ beantwortet wurde. Mehdi Taj, Präsident des iranischen Fußballverbands, bestätigte die Verlegung des Quartiers nach Tijuana und bedauerte die kurzfristige Änderung, betonte aber die Vorteile der neuen Lage.

Die Flugzeiten zu den Spielen in Los Angeles sind von Arizona aus deutlich länger als von Tijuana aus. Eine Reise, die nun lediglich 55 Minuten dauert, hätte zuvor wesentlich mehr Zeit in Anspruch genommen. Das ist für die Vorbereitung und Regeneration der Spieler von immenser Bedeutung.

Die iranische Auswahl trifft in der Gruppenphase der WM auf Neuseeland, Belgien und Ägypten. Ob die geänderte Kulisse die Leistung des Teams beeinflussen wird, bleibt abzuwarten. Das Trainingslager in Antalya, Türkei, wird nun noch intensiver genutzt, um die kurzfristige Umstellung zu kompensieren und die Spieler bestmöglich auf die Herausforderungen in Mexiko und den USA vorzubereiten. Die Visaanträge für die Spieler wurden indes bereits in der US-Botschaft in Ankara eingereicht – ein Zeichen dafür, dass trotz aller politischen Spannungen die sportliche Teilnahme des Iran an der WM weiterhin Priorität hat.

Die Entscheidung Mexikos, den Iran aufzunehmen, unterstreicht die Bedeutung des Sports als Brücke zwischen Kulturen und Ländern. Es zeigt, dass selbst in Zeiten politischer Konflikte die Freude am Fußball und die gemeinschaftliche Erfahrung im Vordergrund stehen können. Die WM 2026 verspricht somit nicht nur spannende Spiele, sondern auch einen tiefen Einblick in die komplexen geopolitischen Verhältnisse unserer Zeit.