Wm 2026: iran bangt um visa-chaos – fifa muss jetzt handeln!

Nur noch wenige Wochen bis zum WM-Start in Nordamerika und ein Schatten legt sich über die Vorbereitung des iranischen Teams: Die Visumserteilung für die USA verzögert sich zäh, und Verbandschef Mehdi Taj droht mit einem entscheidenden Gespräch mit der FIFA. Die Lage ist angespannt, die Zeit drängt – kann der Fußballweltverband die Reise rechtzeitig ermöglichen?

Ein wettlauf gegen die zeit

Ein wettlauf gegen die zeit

Die IRNA, die staatliche Nachrichtenagentur des Iran, zitierte Taj am Donnerstag mit der Aussage, dass ein „entscheidendes Treffen“ mit der FIFA kurz bevorsteht. Taj betonte, dass Garantien erforderlich seien, da das Visaproblem weiterhin besteht. Die Spieler sollen ursprünglich in Ankara ihre Fingerabdrücke abgeben müssen, doch Taj versucht, diesen Prozess nach Antalya zu verlegen, um unnötige Reisen zu vermeiden. Die Situation ist umso brisanter, da das Verhältnis zwischen dem Iran und den USA seit langem angespannt ist und es seit 1980 keine diplomatischen Beziehungen mehr gibt.

Doch es ist nicht nur die politische Dimension, die hier eine Rolle spielt. Der Nahost-Konflikt hat die Zweifel an der Teilnahme des Iran zusätzlich geschürt – die Absage der iranischen Delegation am FIFA-Kongress in Vancouver deutet auf eine tiefe Verunsicherung hin. Marco Rubio, US-Außenminister, mag zwar die Spieler willkommen heißen, schließt Einreiseverbote für Delegationsmitglieder mit Verbindungen zu den Revolutionsgarden nicht aus. Das iranische Team, das sein Trainingslager in Tucson, Arizona, geplant hat, soll am 15. Juni in Los Angeles gegen Neuseeland in die WM starten. Ihre weiteren Gruppengegner sind Belgien und Ägypten.

Die Erwartungen sind hoch, und die Verzögerungen bei den Visa könnten dem Team einen empfindlichen Schlag versetzen. Die Verabschiedungszeremonie in Teheran am Mittwoch zeigt, wie wichtig diesem Turnier für das Land beigemessen wird. Es bleibt abzuwarten, ob die FIFA in der Lage ist, die notwendigen Garantien zu liefern und so einen internationalen Eklat zu verhindern. Das Visaproblem droht, das sportliche Geschehen in den Hintergrund zu drängen und eine dunklen Schatten auf das größte Fußballturnier der Welt zu werfen.