Wm 2026: hummels äußert sich verhalten – kann deutschland überraschen?
Nur noch 20 Tage trennen uns von der Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika, und die Spannung steigt ins Unermessliche. Der DFB-Kader steht fest, doch wie weit wird es die deutsche Nationalmannschaft bringen? Mats Hummels, Weltmeister von 2014, hat sich in einem Gespräch geäußert und eine eher zurückhaltende Einschätzung gegeben.
Die chancenwahrnehmung von mats hummels
„Der Kader ist das, was er die letzten Jahre war. Gut, aber kein Topfavorit. Aber gut genug, um es trotzdem schaffen zu können“, erklärte Hummels. Seine Worte sind ehrlich und zeigen eine realistische Einschätzung der aktuellen Situation. Nach den jüngsten Leistungen ist es verständlich, dass die Erwartungen gedämpft sind, auch wenn die Rückkehr von Manuel Neuer als Nummer 1 im Tor für eine positive Stimmung sorgt. „Die Erwartungshaltung in den letzten ein, zwei Wochen war so, dass er dabei sein wird“, so Hummels.
Es gibt sicherlich noch ein paar „Baustellen“, wie Hummels selbst zugibt. Kein Team ist perfekt, und Deutschland macht keine Ausnahme. Aber gerade die Fähigkeit, diese Schwächen zu erkennen und anzugehen, kann den Unterschied zwischen einem guten und einem herausragenden Turnier ausmachen. Die Gruppenphase wird dabei eine erste Standortbestimmung sein. Am 14. Juni trifft Deutschland auf Curaçao, gefolgt von Spielen gegen die Elfenbeinküste (20. Juni) und Ecuador (25. Juni). Das Überstehen dieser Phase ist entscheidend für den weiteren Verlauf des Turniers.

Der blick auf den kader
Der Kader von Bundestrainer Nagelsmann ist breit aufgestellt und beinhaltet eine Mischung aus erfahrenen Spielern und jungen Talenten. Im Tor steht der etablierte Manuel Neuer, unterstützt von Oliver Baumann und Alexander Nübel. In der Abwehrreihe agieren unter anderem Waldemar Anton, Joshua Kimmich und Antonio Rüdiger. Das Mittelfeld wird von Spielern wie Felix Nmecha, Jamal Musiala und Florian Wirtz angeführt, während im Angriff Namen wie Leroy Sané und Deniz Undav für Torgefahr sorgen. Ein besonderes Augenmerk gilt dem jungen Talent Lennart Karl, der mit 18 Jahren erstmals in den Kader berufen wurde.
Die Herausforderungen sind groß, aber das Potenzial für eine Überraschung definitiv vorhanden. Wenn Deutschland seine „Baustellen“ in den Griff bekommt und als Team geschlossen auftritt, kann es durchaus weiterkommen und vielleicht sogar die ein oder andere Überraschung im Turnierverlauf präsentieren. Die Erinnerung an das vorzeitige Aus 2018, bei dem auch Hummels zum Kader gehörte, sollte zusätzlich motivieren.
Die Weltmeisterschaft wird zeigen, ob die deutsche Nationalmannschaft ihr Potenzial ausschöpfen kann. Eines ist sicher: Es wird ein spannendes Turnier werden, und die Fans dürfen sich auf packende Spiele freuen.
