Vfc plauen: überraschungs-aufstiegskandidat im aufwind!
Der VFC Plauen hat die Oberliga NOFV-Süd in den letzten Wochen komplett aufgerüttelt. Nach Siegen gegen den Tabellenführer Freital und RSV Eintracht Stahnsdorf ist die Frage kaum noch abwendbar: Können die Vogtländer im Titelkampf tatsächlich eine Rolle spielen?
Der trainer hütet sich vor zu viel euphorie
Trainer Norman Zschach, der im Januar das Ruder beim VFC übernahm, mahnt dennoch zur Besonnenheit. „Wir wollen unsere Hausaufgaben erledigen“, betont er, während seine Mannschaft am Stück fünf Punktspiele gewinnen konnte und aus den letzten sechs Spielen satte 16 Punkte holte – eine Quote, die in der Liga ihresgleichen sucht. Die Bilanz des 37-Jährigen, der zuvor die A-Jugend des VFC betreute, spricht für sich.
Die Wende kam im Winter: Nach einer durchwachsenen Hinrunde hat Plauen enorm aufgeholt und schließt mit 40 Punkten auf die Spitzenteams Stahnsdorf (51), Freital (49) und Halberstadt (43) auf. Drei Spiele mehr als Freital und zwei gegenüber Stahnsdorf und Halberstadt könnten dabei entscheidend sein. Doch bevor die Plauener weiter nach oben schauen können, stehen drei schwere Auswärtsspiele an – in Glauchau, Bautzen und Grimma. „Das A und O ist, dass alle Spieler auf dem Boden bleiben und gezielt von Spiel zu Spiel gehen, um 110 Prozent Leistung abzuliefern“, fordert Zschach.

Elfmeter-könig profis treibt die offensive an
Besonders hervorzuheben ist der Leistungsschwank des Angreifers Tyron Profis. Er entschied beide Spitzenspiele mit einem verwandelten Elfmeter – seine zehn Saisontore sind ein Garant für die Offensivstärke des VFC. Aber Zschach betont: „Wir wollen weiter Gas geben, einfach alles rausholen, was noch geht.“
Hinter den jüngsten Erfolgen des VFC scheint ein neuer Mannschaftsgeist zu stecken. Nach einer kurzen, aber wirkungsvollen Winterpause, in der der Spaß am Spiel wieder im Vordergrund stand und auch gemeinsame Abende die Teamchemie stärkten, wirken die Spieler nun wie eine Einheit. Zschach: „Das hat bis jetzt gefruchtet.“
Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg ist die taktische Flexibilität. Die 3-5-2-Formation gegen Freital, die sowohl die Defensive stabilisierte als auch Kontersituationen ermöglichte, zeigte, dass Zschach bereit ist, neue Wege zu gehen. „Natürlich gibt es immer eine Grundformation. Aber die Spieler müssen am Ende auf dem Platz Entscheidungen treffen und da auch flexibel sein“, so der Trainer. Die Spieler sollen denken und handeln, nicht nur Anweisungen befolgen.
Die überraschende Niederlage im Pokal gegen den Landesligisten Stahl Riesa tat dem Aufbruchsgeist des VFC keinen Abbruch. Stattdessen scheint sie die Spieler zusätzlich zu motivieren. Die Tabelle lügt nicht, aber sie ist noch kein Beweis für den Aufstieg. Der VFC Plauen hat sich in dieser Saison neu erfunden – und die Liga sollte den Vogtländer ernst nehmen.
