Vfc plauen: aufsteigerstaunen in der oberliga!

Der VFC Plauen jagt in der Oberliga NOFV-Süd dem Trio der Spitzenteams auf den Fersen – und das mit einer beeindruckenden Leichtigkeit. Nach Siegen gegen Freital und Stahnsdorf am Osterwochenende scheint der Regionalliga-Absteiger endgültig die Form seines Lebens gefunden zu haben.

Ein trainer mit köpfchen: norman zschach hält die mannschaft fokussiert

Ein trainer mit köpfchen: norman zschach hält die mannschaft fokussiert

Trainer Norman Zschach, der im Januar das Ruder übernommen hat, mahnt dennoch zur Besonnenheit. „Wir wollen unsere Hausaufgaben erledigen, aber wir heben da auch den Finger“, betonte der 37-Jährige nach dem Erfolg gegen Stahnsdorf. Die Bilanz unter seiner Führung spricht für sich: Fünf Punktspielsiege in Folge und 16 Punkte aus sechs Spielen – eine Quote, die in der Liga ihresgleichen sucht. Doch Zschach weiß, dass die kommende Woche mit drei Auswärtsspielen eine echte Standortprobe für sein Team darstellt.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt nicht nur in der individuellen Klasse, sondern auch in der neu gewonnenen Einheit. Nach der Winterpause wurde der Fokus auf den Teamgeist gelegt. „Es war wichtig, den Spielern das Gefühl zu geben, dass sie Fußball spielen können, aber auch als Team zusammenarbeiten müssen“, erklärte Zschach. Mannschaftsabende und spielerische Trainingsformen haben offenbar ihre Wirkung gezeigt.

Besonders hervorzuheben ist der Treffsicherheitsinstinkt von Tyron Profis, der mit zehn Saisontoren den Angriff der Plauener anführt. Seine Elfmeter in den entscheidenden Momenten haben dem VFC bereits viele Punkte beschert. Aber auch die taktische Flexibilität des Teams unter Zschach ist ein entscheidender Faktor. Gegen Freital wich er von der bewährten Viererkette ab und setzte auf eine 3-5-2-Formation, um die Defensive zu stabilisieren und Kontersituationen zu vermeiden. „Natürlich gibt es immer eine Grundformation, aber die Spieler müssen auf dem Platz Entscheidungen treffen und flexibel sein“, so der Trainer.

Die Tabelle mag noch nicht für den aufstieg sprechen – mit 40 Punkten liegt Plauen aktuell nur auf dem vierten Platz – aber die Dynamik stimmt. Während Stahnsdorf und Freital bereits Federn verloren haben, sammelt der VFC Plauen kontinuierlich Punkte und hat noch drei Spiele mehr vor der Brust. Der Abstand zu den führenden Teams ist mittlerweile deutlich geschrumpft und die Hoffnung auf eine Überraschung im Titelkampf ist definitiv entfacht. Die Vogtländer haben sich zurückgekämpft und der Rest der Liga sollte sich warm anziehen.