Stuttgarts europa-traum zerbricht an diogo costa und einem traumtor
Der VfB Stuttgart flog samt riesiger Chancenberge aus der Europa League. Im Estádio do Dragão schlug Porto die Schwaben 2:0, drehte das 1:2 aus dem eigenen MHP-Arena und schickte die Rechnung für alle Großchancen direkt hinterher.
Diogo costa wird zur mauer
Schon nach 120 Sekunden hätte Jeff Chabot die Gäste in Führung bringen müssen, doch der Innenverteidige verzog. Acht Minuten später parierte FC-Keeper Diogo Costa gegen Chris Führich mit dem Fuß, kurz darauf rettete er mit den Fingerspitzen gegen Deniz Undav. Stuttgart dominierte, spielte sich in Rauschzustände – und kassierte aus dem Nichts das 0:1. William Gomes schob nach erstem Portogesischen Vorstoß ein, die Kurve explodierte, die Schwaben schauten sich fragend an.
Die Antwort folgte prompt: Bilal El Khannouss zirkelte aus 18 Metern aufs linke Eck, wieder war Costa zur Stelle. Bis zur Pause verflachte das Spiel, Stuttgart lief an, doch der Ball wollte nicht rein.

Porto zieht die notbremse – und trifft ins herz
Nach dem Seitenwechsel verwaltete der Primiera-Liga-Primus das Ergebnis, stellte sich auf Konter ein. Sebastian Hoeneß’ Elf überschlug sich mit Offensivwechseln, schob Angriff um Angriff. Doch jedes Mal war entweder Costa oder der Aluminium im Weg. In der 72. Minute dann der Knock-out: Victor Froholdt nahm eine abgewehrte Ecke direkt, hämmerte die Kugel aus 22 Metern in den linken Winkel. Alexander Nübel war ohne Abwehrchance, Stuttgart ohne Hoffnung.
Den Schlusspunkt setzte Nikolas Nartey, der wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot sah – die letzte bittere Erinnerung an eine Nacht, in der der VfB alles versuchte und doch nichts holte.

Champions-league-kurs bleibt ziel
Die Europareise endet im Achtelfinale, doch die Saison ist noch lange nicht gelaufen. Bereits am Sonntag gastiert Stuttgart beim FC Augsburg, kann mit einem Sieg die Tabellenspitze weiter unter Druck setzen. Die Moral stimmt, die Chancenverwertung muss – sonst wird auch die Bundesliga zur Geduldsprobe.
