Rexhbecaj wirbelt durch die startelf – und raus: augsburg zieht den stecker
45 Minuten. Mehr nicht. Elvis Rexhbecaj durfte gegen Stuttgart wieder von Anfang an ran, wurde aber zur Pause wieder ausgewechselt – Symbolbild einer Beziehung, die seit Monaten auf Kippe steht.
Der sommer wird heiß – für rexhbecaj woanders
Der 28-Jährige lief erstmals seit Wochen nicht nur als Joker auf, sondern gleich in der Anfangsformation. Doch wie schon so oft in dieser Saison: Das Experiment dauerte nur eine Halbzeit. Anton Kade kam, Rexhbecaj ging – und mit ihm wohl auch seine Augsburger Zukunft. Sein Vertrag läuft aus, ein neues Angebot liegt nicht vor. Wer hätte das gedacht? Vor einem Jahr stand noch alles anders.
Da hatte der FCA dem Mittelfeld-Rottweiler noch einen neuen Kontrakt hingeworfen. Dann kam der Abriss: Trainer Jess Thorup und Sportdirektor Marinko Jurendic mussten gehen. Die Gespräche verloren sich im Sande. Rexhbecaj spielte weiter, wechselte zwischen Sechser, Achter und Bank – aber das Papier blieb leer.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 103 Pflichtspiele in vier Jahren, drei Tore, zwei Vorlagen. Kein Topwert, aber er war nie der Statistikheld – er war der Arbeiter, der die Zweikämpfe schmeisst, der den Gegner zerlegt, der das Spiel anfeuert. Genau das lieben die Fans im Rosenaustadion. Genau das reicht offenbar nicht mehr.

Kosovo ruft – und ein neues kapitel wartet
Während in Augsburg die Karten neu gemischt werden, plant Rexhbecaj bereits den nächsten Schritt. Laut kicker-Informationen liegen Angebote aus Deutschland und dem Ausland vor. Kein Wunder: Wer einen kämpferischen Sechser sucht, der in 90 Minuten mehr Grätschen als Pässe spielt, der wird ihn finden.
Bis dahin heißt es: WM-Ticket oder nichts. Mit den Augsburg-Kollegen Fisnik Asllani und Leon Avdullahu peilt er mit Kosovo die Play-offs an. Erst Slowakei, dann Türkei oder Rumänien. Drei Länder, zwei Spiele, ein Traum. Rexhbecaj wird nicht nur für seinen Klub, sondern auch für sein Land kämpfen – und danach? Dann wird er woanders durchstarten. Augsburg war eine Station. Nicht mehr, nicht weniger.
