Porto stoppt stuttgarts europa-traum – traumtor von froholdt wird zum aus
Der VfB Stuttgart flog trotz Kampf, Chancenwucher und einem Diogo-Costa-Fest in Porto raus. William Gomes traf früh, Victor Froholdt spätknallend – 0:2. Die Europa-League-Reise endet im Achtelfinale, die Champions-League-Hoffnung lebt weiter, nur eben anderswo.
Die szene, die alles zerbrach
Minute 72. Ball rollt raus zu Froholdt, 22 Meter halblinks. Kein Gegner mehr in Reichweite, sein erster Touch legt sich ideal, der zweite geht wie ein Katapult in den rechten Knick. Fabian Bredlow ist noch in der Flugphase, als das Netz zittert. Die Fans im Estádio do Dragão toben, die Schwaben schauen verloren zur Haupttribüne – das 1:2 aus dem ersten Duell war nun dreifach unterlegen.
Sebastian Hoeneß hatte vor Anpfiff gefordert, „sauber, smart und emotional“ zu agieren. Seine Elf erfüllte das Dreiklang-Konzept 70 Minuten lang. Deniz Undav jagte die erste Großchance aus sieben Metern auf Diogo Costa (13.), Jeff Chabot köpfte aus fünf Metern drüber (2.). Chris Führich zog aus 18 Metern ab – wieder Costa. Der portugiesische Nationalkeeper wirkte wie eine Wand, nicht wie ein Torwart.

Portos klinische konter zerfetzen stuttgarts powerplay
Die Schwaben dominierten Ballbesitz (68 %), Schüsse (17:9), xG (1,9:1,2). Doch die Zahlen lügen, wenn sie nicht Tore ergeben. Gomes traf aus dem ersten Angriff der Hausherren, Froholdt aus dem zweiten gefährlichen Konter nach einem Stuttgart-Eckball, den der VfB kläglich verlängert hatte.
Die Gelb-Rote Karte gegen Nikolas Nartey (77.) war nur noch administrativ. Wiederholtes Foulspiel, zweite Verwarnung, Ausgangspunkt einer Nacht, in der Stuttgart mehr Spielanteile, aber keine Antwort hatte.
Jetzt heißt es Ummschalten: Sonntag in Augsburg (19.30 Uhr). Dort geht es nicht um Trost, sondern um Platz vier – und damit um die neue Champions-League-Saison. Die Lehre aus Porto: Chancen sind nur dann wertvoll, wenn sie Tore werden. Die Rechnung ist simpel, die Erfüllung schwer.
