Leipzig schlägt hoffenheim 5:0 und schickt sie in die krise

45 Minuten, vier Tore, ein VAR-Einsatz und ein Keeper, der plötzlich aussah wie ein Nachwuchsspieler – die TSG Hoffenheim kassierte in Leipzig eine Demontage, die weit über das 0:5 hinaus wehtut.

RB Leipzig brauchte nicht einmal eine Viertelstunde, um Brajan Gruda erstmals jubeln zu lassen. Ein Hoffenheimer Ballverlust, ein Konter, ein Schlenzer – 1:0. Die TSG stand noch am Kicker, da lag der Ball schon wieder im Netz. Christoph Baumgartner nutzte zwei weitere haarsträubende Nachlässigkeiten, Gruda traf erneut. 4:0 zur Pause, fast alles nach Standardfehlern. Einzig Yan Diomandes Treffer zählte nicht, weil Xaver Schlager im Abseits stand.

Baumanns schwarzer tag

Sky-Experte Martin Harnik sprach es aus, was 80.000 Zuschauer dachten: „Beim ersten Tor wirkt Oliver Baumann nicht platziert. Von Deutschlands Nummer eins darf man da mehr erwarten.“ Der Keeper ließ den Ball prallen, Leipzig dankte. Es war der Startschuss für ein offensives Schießtraining, bei dem die Sachsen aus sieben Torschüssen vier Tore machten – gnadenlose Effizienz.

Nach dem Seitenwechsel schalteten die Hausherren runter, trotzdem fiel das 5:0. Benjamin Henrichs, 76. Minute eingewechselt, 78. Minute getroffen – ein kleiner Trost nach monatelanger Verletzungspause, ein weiterer Schlag ins Kontor für Hoffenheim.

Die tsg rutscht ab

Die tsg rutscht ab

Die Zahlen sind hart: fünfte Partie in Folge ohne Sieg, Platz drei ist Geschichte, die Stimmung im Kraichgau kippt. Trainer Christian Ilzer sprach von „kollektivem Blackout“, doch das erklärt nicht, warum seine Mannschaft seit Wochen nur noch reagiert. Leipzig dagegen springt auf Rang drei und hat 56 Punkte – so viele wie nie zuvor nach 27 Spieltagen.

Die TSG muss nun nach Hause fahren und sich fragen, wie aus der euphorischen Hinrunde eine Abrissbirne wurde. Leipzig feiert, Hoffenheim grübelt – und Baumann wird sich die Nacht um die Ohren schlagen, weil sein Fehler die Lawine lostrat.