Laimer zockt um millionen-vertrag – hoeneß gegen eberl
Konrad Laimer spielt nicht nur links hinten, er spielt auch um seine Zukunft. Der Österreicher fordert Gehalt plus Millionen-Bonus, Max Eberl drückt auf die Bremse. Die Verhandlungen liegen auf Eis, obwohl Uli Hoeneß persönlich ein Fan ist.
Der kompany-notfall wird zum trumpf
Alphonso Davies fällt wieder aus, Tom Bischof ist noch grün, also bleibt Laimer der Notnagel – und er weiß es. Sein Laufvermögen, seine Grätschen, sein Bart: All das verkauft sich gerade als Premium-Version. Die Agentur ROOF schickte Zahlen nach München, die selbst Serge Gnabry blass werden lassen. Laimer will endlich in die Gehaltsliga der Leistungsträger, nicht nur ein „wichtiger Riegel“ für den Trainer.
Die Bayern-Buchhalter sehen Schwarz: Musiala, Kimmich, Davies und Upamecano haben in zwölf Monaten satte Unterschriftsboni kassiert, 80 Millionen Euro wurden locker gemacht. Dazu droht Manuel Neuer seine 22-Millionen-Posten zu räumen – oder nicht. Solange der Kapitän nicht Ja oder Nein sagt, bleibt die Kasse unberechenbar. Eberl muss für 2026/27 schon wieder 30 Millionen an Gehaltsraum schaffen, ohne neue TV-Gelter in Sicht.

Hoeneß zahlt, eberl kontrolliert
Uli Hoeneß sieht darin kein Problem. Er erinnert sich an Hasan Salihamidzic, der damals ebenfalls „nur“ Laufbereitschaft und Einsatz bot – und prompt eine Sonderprämie kassierte. Hoeneß will Laimer langfristig, „so wie er ist, mit Bart und Grätsche“. Eberl dagegen schaltet auf Sparflamme: „Wir haben eine klare Gehaltsstruktur, die halten wir.“ Zwischen beiden verhandelt ein Spieler, der sich selbst als „Arbeitstier“ bezeichnet und nebenbei den Teamfrieden am Leben hält.
Die Frist tickt. Laimer wird im Mai 29, der nächste Kontrakt dürfte seine letzte große Chance sein. Bayern könnten im Sommer 2025 mit Müller, Sané und Coman drei Schwerverdiener abstoßen – 60 Millionen Euro Jahresgehalt frei. Doch bis dahin müssen erst einmal Punkte her, um die Rekord-Boni der Champions League zu sichern. Laimer liefert, Kompany lobt, Davies fehlt. Die Machtfrage lautet: Wer zieht am längeren Hebel – der Aufsichtsrat oder der Kaderplaner?
Die Antwort bekommt Laimer spätestens im Dezember, wenn die Winter-Transferliste öffnet und Agenten wieder telefonieren. Bis dahin bleibt ihm nur eins: links durchstarten, rechts abräumen – und den Bart krauseln, wenn er die nächste Gehaltsziffer kommen sieht. Ein echter „Wunderwuzzi“ eben, nur mit EU-Millionen statt Pralinen.
