Krösche kontert hoeneß: bayern wird künftig auch verkaufen
Markus Krösche lässt Uli Hoeneß nicht im Regen stehen, zieht aber den Schuh im selben Atemzug an den Münchner Fuß. „Er hat grundsätzlich recht. Wer seine besten Spieler ziehen lässt, verliert Substanz“, sagt der Frankfurter Sportvorstand im ZDF-Sportstudio. Doch dann kommt der Haken: „Ich glaube, dass die Bayern in Zukunft auch verkaufen werden.“
Hoeneß' attacke auf die sge-transferpolitik
Die Szenerie ist einmal mehr die Frankfurter Hochschul-Bühne, auf der Hoeneß sich gern wortreich entlädt. Vor einer Woche wettert er gegen die Adler: „Ich persönlich bin kein großer Freund vom Verkauf von guten Spielern.“ Hellmann wird ins Kreuzfeuer genommen: „Das wird er noch begreifen müssen.“ Die Botschaft ist klar: Frankfurt sei ein Ausbildungsbetrieb, der seine Juwelen verscherbelt.
Krösche lächelt nur kurz, als er das Zitat hört. Er kennt die Leier, spielt das Spiel mit. „Klar verliert man Substanz“, sagt er, „aber der Markt hat sich verändert.“ Spanien, England, Saudi-Arabien – sie alle blasen höhere Gehälter und Ablösen durch die Liga. „Wir müssen kämpfen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.“ Die Konsequenz: Auch Bayern wird bald Kasse machen müssen, wenn Olise die Königlichen anflirtet.

Die neue realität: verkaufen statt horten
Die Bundesliga schrumpft zum Talent-Shop, selbst der Rekordmeister wird zum Ladenhüter. Krösche spricht es offen aus: „Vielleicht auch von Spitzenklubs, vielleicht auch von Bayern München, werden Spieler verkauft.“ Die Zeiten, in denen Hoeneß seine Stars wie Trophäen im Keller verwahrte, sind vorbei. Die Fernsehkamera zoomt auf Krösches Gesicht, als er hinzufügt: „Das ist keine Drohung, das ist Mathematik.“
Hoeneß schweigt bislang zu dem Gegenfeuer. In München wird man die Worte genau gelesen haben. Die nächste Transferperiode rückt näher, und mit jedem Gerücht um Olise wird Krösches Prognose lauter. Frankfurt verkauft heute, Bayern morgen – die Frage ist nur: Wer kauft, und wer bleibt übrig?
