Infantino unter beschuss: fans weltweit fordern aufarbeitung!

Ein Sturm der Empörung braut sich im internationalen Fußball zusammen. Die Organisation FairSquare hat ihre Beschwerde gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino erneut vorgebracht und eine globale Kampagne gestartet, um den Druck auf den Weltverband zu erhöhen. Weniger als zwei Wochen vor dem offiziellen Anpfiff der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada droht ein Imageschaden von ungeahntem Ausmaß.

Vorwurf: politische einflussnahme und fragwürdige auszeichnungen

Vorwurf: politische einflussnahme und fragwürdige auszeichnungen

Im Zentrum der Kritik steht Infantinos vermeintliche politische Neutralität, oder besser gesagt, deren Missachtung. FairSquare wirft dem Schweizer Funktionär vor, eine zu enge Beziehung zu US-Präsident Donald Trump zu pflegen – eine Beziehung, die sich in der Vergabe eines FIFA-Friedenspreises an den damaligen Präsidenten manifestierte. Diese Entscheidung sorgte bereits im Dezember für Stirnrunzeln und löste die erste Beschwerde aus, die nun durch die Kampagne „Reboot FIFA“ verstärkt werden soll.

Die Kampagne zielt darauf ab, eine massive Sammlung von Unterschriften zu generieren, die nach dem Turnier an die Ethikkommission der FIFA übergeben werden soll. „Die FIFA hat noch nie eine Beschwerde in dieser Größenordnung erhalten“, so FairSquare-Direktor Nick McGeehan. Die Aktivisten planen, Infantinos Verhalten und Äußerungen während der WM genau zu beobachten und weitere Verstöße gegen den Ethikkodex zu dokumentieren. Es geht um mehr als nur eine Auszeichnung; es geht um die Integrität des Fußballs selbst.

Der NFF, der norwegische Fußballverband, hat sich bereits klar positioniert und die FIFA-Ethikkommission aufgefordert, die Beschwerde zu prüfen. Präsidentin Lise Klaveness betonte, dass andere Verbände sich gerne anschließen könnten, auch wenn der Druck allein wenig bewirke. Diese Aussage unterstreicht die wachsende Frustration innerhalb der Fußballfamilie, die sich durch exorbitante Ticketpreise und andere Probleme verstärkt sieht.

„Die Menschen sind verärgert und frustriert“, erklärte McGeehan. „Sie wollen, dass ihre Wut in konstruktiven Druck umgewandelt wird, um echte Veränderungen bei der FIFA zu erzwingen.“ Bernd Neuendorf, Präsident des DFB, hat die Vergabe des Friedenspreises hingegen verteidigt und auf die Rolle der USA in Gaza hingewiesen – eine Argumentation, die von Kritikern als Ablenkungsmanöver abgetan wird.

Die kommenden Wochen werden entscheidend sein. Ob die Kampagne „Reboot FIFA“ tatsächlich den gewünschten Effekt erzielt und zu einer grundlegenden Überprüfung der FIFA-Machtstrukturen führt, bleibt abzuwarten. Doch eines ist klar: Der öffentliche Druck auf Gianni Infantino ist immens gestiegen, und die Welt des Fußballs beobachtet genau, wie sich die Situation entwickelt.