Hannover 96 trennt sich nach 81 tagen von schmadtke – aufstiegsträume platzen
81 Tage hat es gedauert. Dann war Schluss. Jörg Schmadtke verlässt Hannover 96 – wieder. Die Trennung erfolgt „einvernehmlich“, heißt es in der Pressemeldung. Doch hinter den Kulissen brodelt es.

Ein comeback, das keiner erwartet hatte
Schmadtke war an Heiligabend 2025 zurückgekehrt. Nach Jahren in Köln, Wolfsburg und zuletzt als Sportdirektor beim FC Liverpool. Die Fans hatten gehofft, er würde die alte Glanzzeit wieder aufleben lassen. 2010/11 hatte Hannover unter seiner Führung den vierten Platz in der Bundesliga geholt. Europa-League-Fußball. Das war einst.
Jetzt steht der Klub in der 2. Liga. Der Aufstieg war das Ziel. Doch statt Tabelle stand plötzlich Frust im Mittelpunkt. Interne Quellen berichten von Differenzen über Transferstrategien und Personalentscheidungen. Ein Umdenken war nötig – und kam schneller als gedacht.
Die Nachfolge wird erstmal Henning Bindzus und Ralf Becker übernehmen. Interimslösung. Kein Name für die Zukunft. Die Entscheidung über einen neuen Sport-Geschäftsführer werde „zu gegebener Zeit“ fallen. Ein Satz, der mehr Fragen offenlässt als beantwortet.
Schmadtkes Vertrag lief eigentlich bis 2029. Ein Langfristprojekt. Nun endet es vorzeitig. Die 96-Führung schweigt zu den genauen Gründen. Doch die Zahlen sprechen: 81 Tage Amtszeit, kein Sieg in den letzten drei Spielen, Tabellenplatz sieben – drei Punkte hinter dem Relegationsplatz.
Für Schmadtke ist es das zweite Aus bei Hannover. Das erste Mal verließ er den Klub als Held. Diesmal bleibt ein Beigeschmack. Die Fans reagierten enttäuscht. „Wieder mal halten wir die Luft an“, schreibt ein Anhänger im Forum. „Wann wird endlich Kontinuität gelebt?“
Die Antwort bleibt offen. Hannover 96 sucht weiter nach Haltung. Und nach einer Führung, die länger als ein paar Monate durchhält.
