Handball em 2026: zu viele spiele, zu wenig ruhe – die ehf räumt ein!
Em-bilanz: erfolg mit schönheitsfehlern?
Die Europäische Handballföderation (EHF) sieht die EM 2026 in Norwegen, Schweden und Dänemark insgesamt als Erfolg. Mit rund 660.000 verkauften Tageskarten und einer Auslastung von 85 Prozent kann man durchaus von einem Zuschauermagneten sprechen. Nur die EM 2024 in Deutschland war noch besser besucht. Doch hinter den Kulissen gärte es, und das räumt die EHF nun ein. War der Erfolg vielleicht doch getrübt?
Sigurdssons wutrede hallt nach
Die heftige Kritik von Kroatiens Nationaltrainer Dagur Sigurdsson, der die EHF mit einer Fast-Food-Kette verglich, schien zunächst auf taube Ohren zu stoßen. Doch nun reagiert EHF-Präsident Michael Wiederer mit Verständnis. Sigurdsson hatte die ungünstige Spielplanung für seine Mannschaft beklagt, insbesondere die zwei Spiele innerhalb von 22 Stunden und die lange Busfahrt zum Finalort Herning.
Spielplan-chaos: die spieler als tiefkühlhähnchen?
Sigurdsson schilderte, wie seine Spieler nach den Anstrengungen „wie Tiefkühlhähnchen“ in den Bus gesteckt wurden. Ein Bild, das für die mangelnde Rücksichtnahme auf die Athleten steht. Die EHF gesteht nun ein, dass der Spielplan für Island und Kroatien tatsächlich nicht optimal war. Doch warum wurde das Problem nicht früher behoben?
Wiederer gesteht versäumnisse ein
„Der Spielplan war nicht gut für Island und für Kroatien“, gibt Michael Wiederer zu. Er betont, dass man mit Kritik leben müsse, wenn etwas nicht in bester Weise sei. Allerdings erklärt er auch, dass Änderungen während des laufenden Turniers nicht mehr möglich gewesen wären. Spielpläne seien bereits drei Jahre im Voraus fixiert und Teil der Bewerbungsunterlagen.
Zukunftspläne: änderungen für mehr fairness
Die EHF hat jedoch angekündigt, zukünftig Anpassungen vorzunehmen. Ab der EM 2026 der Frauen sollen Reise- und Ruhetage klar voneinander getrennt werden. Für die Männer-EM 2028 schließt der Verband sogar aus, dass eine Mannschaft an zwei aufeinanderfolgenden Tagen spielen muss. Ist das genug, um ähnliche Probleme in Zukunft zu verhindern?
Die wichtigsten punkte im überblick
- 660.000 verkaufte Tageskarten bei der EM 2026
- 85 Prozent Auslastung der Hallen
- Heftige Kritik von Dagur Sigurdsson an der Spielplanung
- EHF räumt Fehler ein und verspricht Besserung
- Anpassungen für zukünftige Turniere geplant
Was bedeutet das für die zukunft des handballs?
Die EM 2026 hat gezeigt, dass trotz des sportlichen Erfolgs auch die Bedingungen für die Athleten im Fokus stehen müssen. Die EHF hat aus den Fehlern gelernt und verspricht, zukünftig mehr auf die Bedürfnisse der Spieler zu achten. Ob das ausreicht, um das Vertrauen der Nationaltrainer und Spieler zurückzugewinnen, bleibt abzuwarten. Die Fans hoffen auf fairere Wettbewerbe und packende Spiele!
