Fischer knackt hartberg-fluch: austria entkommt mit roter karte und spätem sieg
Manfred Fischer traf in der 42. Minute, fluchte aber trotzdem. Der Austria-Kapitän wusste: Sein Tor rettete Wien vor einer neuen Blamage in Hartberg – und beendete eine Negativserie von drei Pleiten in Folge. Der Grund: Konstantin Schopp sah Rot (38.), das Spiel kippte, die Veilchen atmen auf.
Schopps rot war der sekundenstart für die austria
Stephan Helm gab's unumwunden zu: „Die Karte hat uns in die Karten gespielt.“ Vorher hatte Hartberg auf dem holprigen Rasen kaum Lücken gelassen, die Austria wirkte ideenlos. Doch mit einem Mann mehr wurde selbst das schwierige Geläuf plötzlich zum Freiraum. Fischer nutzte die erste echte Chance, köpfte eine Flanke von Matthias Braunöder unten rechts ein – 1:0, die Messe gelesen.
Die Zahl, die nachspukt: Seit 2019 hatte Hartberg gegen die Austria nur zweimal verloren, viermal remis, drei Siege. Die Austria war hier regelmäßig die Leidtragende. Nicht diesmal.

Hartberg kämpft, schmid bangt
Trainer Manfred Schmid weigerte sich, seinen Debütanten Schopp öffentlich zu kritisieren. „Das war der Schlüssel, aber er ist 20, wird lernen“, sagte der Wiener. Stattdessen lobte er die Moral seiner Elf, die in der zweiten Hälfte zu zehnt weiter nach vorne spielte, zweimal Aluminium traf und die Austria in Bedrängnis brachte. „Wir haben bis zur 94. Minute geglaubt“, so Schmid – dessen eigene Zukunft offen ist. „In ein bis zwei Wochen weiß ich mehr.“
Für die Austria bedeutet der Sieg Sprung auf Rang vier, zwei Punkte vor Sturm Graz. Die Meistergruppe bleibt offen, doch Fischer warnt: „Wir münnen den Sack früher zumachen, sonst bestraft’s uns.“
Die Veilchen haben den Bann gebrochen – und wissen, dass sie in Hartberg noch lange nicht zu den großen Siegern zählen.
