Fifa kassiert 2,3 milliarden dollar – die klub-wm wird zur goldgrube

Die FIFA hat 2025 mehr Geld verdient als je zuvor in einem einzelnen Jahr. 2,31 Milliarden Dollar flossen in die Kasse, neun Prozent über Plan – und das ist kein Zufall. Das neue Klub-WM-Format mit 32 Teams in den USA war ein einziger Geldautomat: 1,85 Milliarden Euro Umsatz, sechs Prozent mehr als kalkuliert.

Die Botschaft nach dem Council-Treffen am Donnerstag klingt wie ein Siegestaumel: Der vierjährige Zyklus 2023–2026 ist bereits zu 93 Prozent abgesichert, das ursprüngliche Ziel von 13 Milliarden Dollar wird locker übertroffen. Die Konsequenz: Für die Jahre 2027 bis 2030 steigt das Etat auf 14 Milliarden Dollar – eine Milliarde mehr als bisher vorgesehen.

Die klubs kassieren kräftig mit

Die klubs kassieren kräftig mit

Doch nicht die FIFA behält den Großteil. 870 Millionen Euro – umgerechnet eine Milliarde Dollar – wandern direkt an die teilnehmenden Klubs. Wer dabei war, durfte sich freuen. Die übrigen Profitäre: 217,4 Millionen Euro fließen in ein Solidaritätsprogramm für Klubs, die nicht dabei sein durften. Hinzu kommt ein „Sicherungstopf“ von 32,2 Millionen Euro, der die Klub-WM langfristig absichern soll. Die FIFA nennt das „Nachhaltigkeit“, Kritiker sprechen von „Verteilungsmaschinerie“.

Die Reserve wächst und wächst. Per 31. Dezember 2025 lag sie bei 2,35 Milliarden Dollar, dazu kommen liquide Mittel und Finanzanlagen in Höhe von 6,04 Milliarden Euro. Die FIFA sitzt auf einem Berg von Geld – und plant schon die nächste Expansion. Die Klub-WM 2029 soll noch größer, noch spektakulärer, noch lukrativer werden.

Die Frage ist nicht mehr, ob der Fußball diesen Kommerz verkraftet, sondern: Wer stoppt ein System, das sich selbst immer wieder übertrifft? Die Antwort liegt in den Konten – und die sind prall gefüllt.