Deutschland droht mega-talent mohya an marokko zu verlieren – dfb versagt wieder
Die Fohlen jubeln, der DFB zittert. Wael Mohya, 17, zuletzt Matchwinner für Borussia Mönchengladbach, spielt nicht nur mit dem Ball, sondern auch mit seiner Zukunft. Offenbar ernsthaft: Marokkos Verband hat den offensiven Mittelfeldspieler umworben, Mohya lässt sich alles offen. Ein Satz genügt, um die deutsche Fußball-Zentrale in Alarmstimmung zu versetzen: „Mal schauen, wie es weitergeht.“
Der dfb erlebt das zweite debakel innerhalb eines jahres
Vor zwölf Monaten verlor man Paul Wanner an Österreich. Nun droht das nächste Prestige-Desaster. Mohya, geboren in Mettmann, aufgewachsen im Nachwuchs von Gladbach, besitzt neben dem deutschen auch den marokkanischen Pass. Für die DFB-Elf war er binnen drei Jugendstufen siebenmal am Ball, traf jüngst gegen Norwegen und Dänemark. Doch statt der erhofften Durchmarchrichtung A-Nationalmannschaft droht ein Abgang Richtung Afrika.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: zwölf Pflichtspiele für die Profis der Borussia, ein Tor beim 1:4 in München, zwei Ligastarts in Folge. Mohya ist kein Projekt mehr, er ist Realität. Trainer Gerhard Kleppinger setzt ihn gezielt ein, weil seine Ballannahme unter Druck und sein Blick für die letzte Passage Seltenheitswert haben. Scouts sagen: wer so früh so konstant spielt, wählt später jene Nation, die ihn zuerst wirklich schätzt.

Gladachs sportdirektorebene versucht, mohyas kopf zu schützen
Intern lautet die Devise: kein Druck, nur Perspektive. Mohya trainiert seit kurzem mit individuellen Laufpfaden, um seine Sprints pro Spiel auf über 120 zu steigern. Die medizinische Abteilung hat ihm ein Belastungsmodell erstellt, das ihn bis Sommer 2026 auf 1.800 Minuten bringen soll. Ein Wink: Hier wird nicht nur gesiezt, sondern investiert.
Doch der DFB wartet, statt zu handeln. Ein verbindlicher Gesprächstermin mit Mohyas Berater steht bislang nicht fest. Nationaltrainer Julian Nagelsmann soll den Jungen angeblich erst nach der U19-EM-Qualifikation im März empfangen wollen. Dabei ist klar: je länger die Zögerung, desto größer die Chance für Marokkos Verbandschef Fouzi Lekjaa, der bereits mehrere Deutsch-Morokkaner erfolgreich umgeworben hat.

Die entscheidung fällt im frühsommer – und sie wird signalcharakter haben
Mohya selbst schwankt nicht zwischen Ländern, sondern zwischen Gefühlen. Deutschland ist sein Zuhause, Marokko seine Herkunft. Wer ihm zuhört, merkt: Er will Wertschätzung, keine Worthülsen. Die deutsche U18 trifft vom 25. bis 31. März auf Bosnien, Israel und Österreich. Drei Spiele, die für Mohya nicht nur um eine EM-Teilnahme gehen, sondern um Glaubwürdigkeit. Schlägt er dort erneut ein, zweifach vielleicht, wird die DFB-Führung kaum weiter zuschauen können.
Die Uhr tickt. Schon 2026 könnte Mohya in der Champions League stehen, 2027 in der WM-Auswahl. Entscheidet er sich für Marokko, wäre das ein Imageschaden, der über das einzelne Talent hinausgeht. Es wäre ein Leuchturm-Signal an alle Deutsch-Talente mit Migrationshintergrund: schaut genau hin, wer euch wirklich will. Für Deutschland hieße es: Nachwuchs gewinnt Spiele, nicht Herzen. Und das ist auf lange Sicht das teuerste aller Verlustgeschäfte.
