Braunöder schmachtet auf bari-bank – 1,5-mio-transfer droht zu versanden

Einmal mehr saß Matthias Braunöder in Bari nur auf der vereinzelten Reservebank, während das Stadio San Nicola vor Glück bebte. 4:1 gegen Reggiana, ein Befreiungsschlag im Abstiegskampf – doch der Österreicher war nur 30 Minuten dabei. Die Bilanz des Sommer-Transfers: 1,5 Millionen Euro Ablöse, keine 45 Minuten Spielzeit im letzten Monat.

Como-aus, bari-abstieg – die karriere spiralt abwärts

Die Geschichte beginnt mit großen Versprechungen. Nach einem halben Jahr Leihe zahlte Como die Kaufoption für den einstigen Austria-Kapitän. Braunöder lief 18 Mal auf, half beim Aufstieg in die Serie A. Dann kam Cesc Fàbregas und setzte ihn auf Dauerbank. Zwischen Jänner und Juni 2025: null Spielminuten.

Die logische Konsequenz hieß Leihe nach Bari, Herunterstufung in die Serie B. Dort lief es zunächst rund: Vier Monate lang stand er in der Startelf, lieferte clevere Ballgewinne und ruhige Aufbaupässe. Doch zwei Trainerwechsel später ist Braunöder wieder nur Außenseiter. Seit der 1:2-Pleite gegen Südtirol setzt Coach Moreno Longo auf Federico Artioli und Giulio Maggiore. Braunöder bleibt Joker – oder schlimmer: Zuschauer.

Abstiegskampf verschärft den druck

Abstiegskampf verschärft den druck

Die Tabelle lügelt nicht: Bärte Tore, enge Punkteabstände, jedes Spiel ein Endspiel. Wer jetzt nicht liefert, fliegt. Für einen defensiven Mittelfeldspieler ohne Matchrhythmus ist dieser Modus tödlich. Die Alternative: Bankdrücker, Vertrag läuft 2026 aus, Marktwert sinkt mit jedem Monat ohne Einsatzminuten.

Und dann ist da noch das finanzielle Raunen. Bari war 2014 bankrott, 2018 folgte der Neuanfang in der Serie D. Die sportliche Mission lautet: schnell zurück in die Serie A, damit das riesige San Nicola wieder voll wird. Geld für Fehltransfers ist nicht da. Braunöders 1,5-Millionen-Ablöse war schon ein Wagnis.

1,5 Millionen Euro, 45 Minuten, ein Abstiegskampf: Drei Zahlen, die die Misere perfekt umreißen. Wenn Bari am Ende die Klasse hält, war es ein Pyrrhussieg für den 26-Jährigen. Seine einstige Reputation als kapitänsreifer Sechser schmilzt mit jedem verpassten Spieltag dahin. Die nächste Leihe winkt – oder ein Verkauf zum Discountpreis.