Bogotá: kostenlose transmilenio-tickets für über 760.000 bedürftige
Die Hauptstadt Kolumbiens macht einen wichtigen Schritt zur sozialen Gerechtigkeit: Ab April 2026 werden über 760.000 vulnerable Menschen in Bogotá monatlich mit kostenlosen TransMilenio-Tickets unterstützt. Die Stadtverwaltung investiert dafür mehr als 13,5 Milliarden Pesos, um den Zugang zu Gesundheitsversorgung, Arbeitsplätzen und kulturellen Angeboten zu erleichtern.
Wer profitiert von der maßnahme?
Die Initiative zielt auf die Schwächsten der Gesellschaft ab. Besonders stark vertreten sind ältere Menschen (über 62 Jahre), von denen allein 334.606 von der kostenlosen Mitnahme profitieren werden. Darüber hinaus werden 160.857 Menschen mit Behinderung sowie 266.135 Familien in extremer und moderater Armut (gemäß Sisbén IV) berücksichtigt. Neu in diesem Jahr sind auch sogenannte „Pagadiarios“ (Tageslohnarbeiter), Obdachlose in Resozialisierungsprozessen und ältere Menschen in betreuten Wohnformen.
Doch es gibt eine Bedingung: Die Nutzer müssen im Sisbén IV registriert sein, eine personalisierte TuLlave-Karte besitzen und in Bogotá wohnen. Das System identifiziert die Berechtigten eindeutig über ihren Personalausweis, der mit der Karte verknüpft ist.

Aktivierung der tickets – so geht's!
Die Tickets werden nicht automatisch geladen. Jeder Nutzer muss sie monatlich aktivieren. Dafür gibt es zwei Optionen: Entweder an einem der Automaten (die bekannten grünen Maschinen) wird die Option „Solicitar Subsidio/Convenio“ gewählt oder man wendet sich direkt an eine der Stationen-Kassen und bittet um die „Aktivierung des kostenlosen Ticket-Vorteils“. Ein einfacher Trick, der aber unbedingt beachtet werden muss!

Die anzahl der tickets – ein individueller ansatz
Die tatsächliche Anzahl der Tickets variiert zwischen 5 und 12 pro Monat, in einigen Fällen sogar mehr, abhängig von der sozialen und wirtschaftlichen Situation des Einzelnen und eventuellen besonderen Bedürfnissen. Nicht genutzte Tickets verfallen am Monatsende und werden im Folgemonat nicht automatisch übertragen. Das System gleicht lediglich den maximalen Anspruch an.
Wer im April keine Tickets erhalten hat, sollte dringend prüfen, ob die Sisbén-Umfrage aktuell ist, die Karte richtig personalisiert wurde oder ob die Tickets bereits aufgebraucht wurden. Es ist ein ärgerlicher Umstand, wenn man von dieser wichtigen Unterstützung ausgeschlossen wird – aber es gibt Möglichkeiten zur Klärung.
Mit dieser Initiative beseitigt Bogotá eine erhebliche Hürde für viele Bürger und ebnet den Weg zu mehr Chancen und Lebensqualität. Die Stadt investiert nicht nur in Mobilität, sondern auch in die Zukunft ihrer Bevölkerung.
