Bayern schreibt schon vor dem viertelfinale die 100-millionen-marke

München atmet auf, das Konto auch. Nach 6:1 in Bergamo reicht ein x-beliebiges Ergebnis, damit der FC Bayern die Champions-League-Saison 2025/26 vorzeitig auf mehr als 112 Millionen Euro bucht – und das, obwohl das Rückspiel gegen Atalanta sportlich kaum mehr zählt.

Die 12,5 Millionen Prämie für das Erreichen des Viertelfinals fließt, egal ob 0:0 oder 0:5. Damit klettert die bisherige Saisonkasse von 55,9 auf 68,4 Millionen Euro. Addiert man die erwartete Wertprämie aus dem UEFA-Koeffizienten-TOPF (43,9 Millionen), rutscht der Rekordmeister auf 112,3 Millionen – sieben mehr als im gesamten Vorjahr, da das Aus im Viertelfinale bereits Ende März erfolgte.

Kane und co. haben die ligaphase zur gelddruckmaschine umfunktioniert

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Sieben Siege in der Gruppenphase (je 2,1 Millionen), Platz zwei im Zwischenranking (9,6 Millionen), das Überspringen der Play-offs (2 Millionen) und das Achtelfinal-Ticket (11 Millionen) – das allein ergibt 55,9 Millionen Euro, bevor der Ball am Mittwochabend erneut rollt. Die UEFA honoriert ab dem Viertelfinale nur noch Fortbestehen, nicht mehr Resultat. Ein 7:0 würde demzufolge keinen Cent mehr einbringen, wohl aber der Bundesliga wertvolle Koeffizientenpunkte für zwei Extratickets 2026/27.

Die Rechnung zeigt, wie sehr die Reform den Großen nützt. Paris Saint-Germain kassierte 2024/25 trotz nur eines Halbfinals 144,4 Millionen. Bayern dürfte diese Summe bei einem Finaleinzug locker toppen: 15 Millionen für das Halbfinale, 18,5 für das Endspiel, 6,5 für den Titel plus fünf Millionen aus dem Supercup – das sind 45 Millionen obendrauf, bevor die Kasse schließt.

Ticketverkäufe aus den Heimspielen im neu erbauten 80 000-Zuschauer-Stadion fließen komplett separat. Geschäftsführer Jan-Christian Dreesen kann also selbst bei einer Niederlage mit Gewinn planen. Der sportliche Druck bleibt trotzdem: Ein frühes Aus gegen Real im Viertelfinale würde die Traumrechnung stoppen und die Saison auf 83 Millionen Prämien reduzieren.

Trainer Vincent Kompany lachte nach dem 6:1 die Sorgen weg: „Ich bin schon fast beim Finale gegen Leverkusen.“ Die Kasse ist es schon.