1. Fc nürnberg sichert sich 16-jähriges mittelfeld-talent marko soldic langfristig

Mit Marko Soldic hat der 1. FC Nürnberg sein nächstes Juwel gezähmt. Der 16-Jährige unterschrieb trotz heißer Konkurrenz aus der Bundesliga einen Langzeitvertrag beim Club – ein Transfer, der dem Traditionsclub Millionen ersparen und in Zukunft neue einbringen könnte.

Wie ein b-jugendlicher den profis die show stiehlt

Noch spielfähig für die U17, lief Soldic beim Wintertrainingslager mit den Großen auf. FCN-Trainer Miroslav Klose verlangte ihn sofort ins Mannschaftstraining. Die Belohnung folgte am 22. Spieltag: Einwechslung gegen Karlsruhe, 5:1 – und mit 16 Jahren jüngster Nürnberger Profi aller Zeiten, zweitjüngster der gesamten 2. Bundesliga-Geschichte.

Drei Tage nach dem 3:0 gegen Kaiserslautern unterschrieb er den geheim gehaltenen Vertrag. Laufzeit? Schweigen. Marktwert? Steil. „Marko ist ein weiterer Beleg für die exzellente Nachwuchsarbeit beim 1. FC Nürnberg“, zitiert der Club Sportvorstand Joti Chatzialexiou, der den Medienrummel um das Talent kennt und bremsen will.

Der club spielt poker – und gewinnt zeit

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Die Rechnung der Franken ist klar: Uzun, Brown, Jeltsch – alle zogen ins Bundesliga-Oberhaus ab und hinterließen satte Ablösen. Soldic soll nicht weglaufen, bevor er den Sprung geschafft hat. Dafür sorgt die Klausel, die ihn bis mindestens 2027 an den Valznerweiher bindet. Klose schont ihn trotzdem nur in sicheren Spielen. Der Rest der Saison dient der Eingewöhnung – spätestens 2024/25 will der Junge die Mitte bestimmen.

Nürnberg steht mit 33 Punkten im sicheren Mittelfeld, der Abstiegsstress ist abgeblasen. Das gibt Klose Luft, um zu rotieren. Jede Minute, die Soldic erhält, ist ein Lehrgeld. Und ein Investment. Denn sollte der 1,84 m lange Mittelfeldstratege seine ersten Zweitliga-Starts versiegeln, steigt auch der Preis, falls die großen Klubs anrufen.

Für den Club ist das die Königsdisziplin der Nachwuchsökonomie: Eigener Talentförderer, eigener Profi, eigene Einnahmequelle. Marko Soldic muss nur weiterspielen – und der 1. FC Nürnberg weiterspielen lassen.