Winterthur vor dilemma: gelb-sperren-verschiebung droht!

Ein heikler Balanceakt für den FC Winterthur: Vor dem Duell gegen Lausanne stehen gleich sieben Spieler vor einer möglichen Gelb-Rot-Sperre, die ihnen das entscheidende Heimspiel gegen die Grasshoppers am 11. April streitig machen könnte. Die Situation ist angespannt, doch Trainer Patrick Rahmen behält einen kühlen Kopf – zumindest nach außen.

Die karten liegen auf dem tisch: wer ist gefährdet?

Die karten liegen auf dem tisch: wer ist gefährdet?

Die Liste der potenziellen Ausfälle liest sich erschreckend: Citherlet, Cueni, Durrer, Kryeziu, Jankewitz, Maluvunu und Zuffi müssen am Samstag gegen Lausanne besonders aufpassen. Ein unnötiges Foul könnte die Weichen für eine Sperre stellen und den Kampf um den Klassenerhalt erheblich erschweren. Rahmen betonte gegenüber dem Blick, dass er die Situation im Auge behält, aber im Moment keine übertriebene Besorgnis habe. „Wenn während des Spiels einer Gelb-Rot gefährdet wäre, dann muss man natürlich schauen, aber sonst ist das kein Thema. Wir haben ein breites und grosses Kader“, so der Coach.

Doch die Fakten sprechen eine deutliche Sprache: Mit lediglich 19 Punkten nach 31 Runden befindet sich Winterthur in einer historischen Krise. Nur AC Bellinzona (18) und der FC Aarau (17) waren in der Saison 2009/10 noch schlechter dran. Die Lage ist ernst, und die Nerven liegen blank. Rahmen versucht, den Optimismus zu bewahren: „Wir sind auf Augenhöhe.“

Es ist ein Kampf um jeden Punkt. Das letzte Spiel vor der Länderspielpause gegen den FC Basel zeigte, dass in Winterthur noch Hoffnung schlummert. Die erste Halbzeit wurde dominiert, doch die Chancenblase führte zu einer knappen 0:2-Niederlage. Ein Zeichen dafür, dass die Offensive mehr Konstanz braucht.

Das Auswärtsspiel gegen Lausanne bietet nun eine Chance zur Wiedergutmachung. Winterthur hat in der Vergangenheit gegen die Westschweizer gute Ergebnisse erzielt: Von den letzten acht Super-League-Duellen wurden fünf gewonnen und nur zwei verloren. Andrin Hunziker, der mit neun Toren und 13 direkten Torvorlagen der beste Skorer der Mannschaft ist, könnte erneut den Unterschied machen. Sein erstes Super-League-Tor erzielte er im August 2023 – gegen Lausanne. Das ist ein gutes Omen.

Lausanne steckt selbst in einer tiefen Krise. Seit sieben Heimspielen blieb der Verein sieglos, und seit Dezember konnten lediglich vier Punkte im eigenen Stadion geholt werden – die schlechteste Bilanz der Liga. Ob sich das am Samstag ändert, bleibt abzuwarten. Alessandro Dudic pfeift die Partie, die um 18 Uhr angepfiffen wird. Ein Spiel, das mehr als nur drei Punkte bedeutet.