Wintersport in berlin: so wirbt man um junge talente
Wintersport in berlin: so wirbt man um junge talente
Berlin, traditionell eher für Fußball und andere Ballsportarten bekannt, versucht verstärkt, junge Menschen für den Wintersport zu begeistern. Denn wo in der Hauptstadt denkt man spontan an Skispringen oder Eisschnelllauf? Eine wachsende Zahl von Initiativen will das ändern und bringt die Sportarten direkt zu den Kindern – mit mobilen Schanzen und Eisbahnen.
Mobile schanzen und eisbahnen: der sport kommt zu den kindern
Ein Beispiel dafür ist der Olympische Sporttag, der kürzlich im Berliner Sportforum stattfand. Dort konnten Kinder unter anderem auf einer kleinen Skisprungschanze ihre ersten Sprünge wagen und auf der Eisbahn ihre Runden drehen. Die Idee dahinter: Man muss nicht in die Berge fahren, um den Spaß am Wintersport zu erleben. Karlotta, eine achtjährige Teilnehmerin, war zunächst nervös, fand das Springen aber letztendlich „toll“.

Vereine engagieren sich für die nachwuchsförderung
Für die Berliner Eissportvereine sind solche Aktionen eine wichtige Möglichkeit, neue Mitglieder zu gewinnen und das Interesse an Sportarten wie Eisschnelllauf zu wecken. Auch abseits solcher Veranstaltungen bieten Vereine beispielsweise in den Ferien Camps an, um den Nachwuchs zu fördern. Annegret Hallfahrt vom Berliner Eissport-Verband betont, dass der Zulauf in Berlin gut sei, was auf das Engagement der Vereine zurückzuführen ist.

Skispringen auch in der stadt möglich
Auch im Skispringen wird kreativ geworden. Jens Weißflog, ein ehemaliger Skisprung-Olympiasieger, erklärt: „Wir bringen nicht die Kinder zur Schanze, sondern bringen die Schanze zu den Kindern.“ Dies wird unter anderem durch mobile Schanzen ermöglicht, die auch in Städten aufgebaut werden können. Die Skisprungschanze in Bad Freienwalde dient als positives Beispiel, dass auch außerhalb der Alpenregionen erfolgreich Skispringer ausgebildet werden können.

Erfolgsgeschichte aus bad freienwalde
In Bad Freienwalde reifte beispielsweise Alvine Holz zum ersten Skispringer aus Brandenburg, der im Weltcup startet. Dies zeigt, dass auch Kinder und Jugendliche aus Großstädten eine Chance haben, in den Wintersport einzusteigen und an die Weltspitze zu gelangen. Weißflog fügt hinzu: „Wir haben mittlerweile immer mehr Kinder, die Skispringen wollen, obwohl sie vorher noch nie Ski gefahren sind.“
Die freude am ausprobieren steht im vordergrund
Ob sich die Kinder
, die am Sonntag im Sportforum den Wintersport ausprobierten, tatsächlich dauerhaft für diese Sportarten begeistern werden, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass viele von ihnen viel Spaß beim Ausprobieren hatten. Moritz, Karlottas sechsjähriger Bruder, verriet lachend, dass er lieber Skispringer als Fußballprofi werden möchte.Quelle: rbb24 Abendschau, 08.02.2026
