Wimbledon-eklat: dzumhur verliert die nerven – ohrstöpsel-lösung für fery
Wimbledon – Ein kurioser Moment ging am heutigen Tag in die Geschichte der Wimbledon-2026 ein: Damir Dzumhur, bekannt für seine leidenschaftliche Spielweise, geriet in seinem Erstrundenduell gegen Arthur Fery völlig aus der Bahn. Nicht der Ausgang des Matches, sondern das Verhalten des Bosniers sorgte für Gesprächsstoff und ließ selbst den jungen Briten zu einer ungewöhnlichen Maßnahme greifen.
Ein „let“ entfacht die wut
Der Konflikt entzündete sich an einer umstrittenen „Let“-Entscheidung im zweiten Satz. Dzumhur, der zu diesem Zeitpunkt mit 2:1 im Vorteil lag, warf dem Schiedsrichter Greg Allensworth vor, die Situation falsch beurteilt zu haben. Seine Beschwerden wurden immer lauter und persönlicher, was Fery schließlich zu einer unorthodoxen Lösung veranlasste: Er setzte sich Ohrstöpsel ein, um den Lärm auszublenden und sich auf sein Spiel zu konzentrieren. Eine Reaktion, die vielsagend war.
„Es war ein 'Let'! Du hast den Punkt gespielt, du hast nicht aufgehört, oder? Warte, warte. Du hast den Punkt gewonnen. Sei einfach ehrlich“, polterte Dzumhur, dessen Frustration sichtlich überkochte. Der Vorwurf an den Schiedsrichter ließ nicht lange auf sich warten: „Hast du den 'Let' gehört? Bist du so schlecht, dass du nichts hörst, während alle anderen es gehört haben? Ich sage, du bist schlecht.“
Die Fassung verliert der Bosnier
Doch damit nicht genug. Dzumhur, sichtlich von der Rolle, klatschte sarkastisch Beifall und rief „Fair Play, Man“ in Richtung seines Gegners. Die folgenden Spiele liefen für den 34-Jährigen katastrophal. Er verlor 17 der 20 folgenden Spiele und gab die Partie mit 6:2, 2:6, 2:6 und 1:6 ab. Ein Gespräch mit dem Supervisor James Garner brachte keine Besserung, da er sich erneut über die Leistung des Schiedsrichters beklagte: „Es ist sehr schwer zu spielen, wenn jemand da ist, der seinen Job nicht machen kann.“
Für Fery war die Situation zwar unerwartet, doch er bewahrte einen kühlen Kopf. „Ich habe einfach versucht, mich auf mich selbst zu konzentrieren und den ganzen Lärm auszublenden“, erklärte der 23-Jährige nach dem Match. „Ehrlich gesagt war das zu erwarten. Er macht das bei jedem.“ Die Ohrstöpsel erwiesen sich als effektive Waffe, um die provokanten Äußerungen Dzumhurs zu ignorieren und das Spiel zu kontrollieren.
Ferys Sieg markiert seinen zweiten Einzug in die zweite Runde von Wimbledon in Folge. Dort trifft er am Donnerstag auf den finnischen Qualifikanten Otto Virtanen, der sensationell Ben Shelton ausgeschaltet hat. Ob Dzumhur aufgrund seines Verhaltenes mit Konsequenzen rechnen muss, bleibt abzuwarten – eines steht jedoch fest: Dieser Wimbledon-Tag wird ihm noch lange in Erinnerung bleiben.

Die wimbledon-tradition wird auf die probe gestellt
Die Sportwelt ist geschockt von dem Verhalten des erfahrenen Dzumhur. Wimbledon steht für Fairness und Respekt, und Dzumhurs Ausbruch wirft ein schlechtes Licht auf den Tennissport. Es bleibt zu hoffen, dass er aus dieser Erfahrung lernt und in Zukunft einen kühleren Kopf bewahrt.
