Wimbledon-aus: spanien verliert weitere hoffnungsträger in der qualifikation
Die grüne Hölle von Roehampton schluckt Spanien. Pablo Llamas kniet auf dem Rasen, der Schweiß tropft von seiner Stirn – 3:31 Stunden Kämpfen, alles umsonst. Der Traum von den 80.000 Pfund Preisgeld – 105.000 Euro – zerplatzt für ihn und acht weitere Spieler der Armada in der Wimbledon-Qualifikation.
Llamas verpasst drittes grand-slam-hauptfeld
Der 23-Jährige, aktuell Nr. 119 der ATP-Weltrangliste, hatte bereits US Open 2025 und Roland Garros 2026 über die Qualifikation erreicht. Diesmal stoppt ihn Tristan Boyer nach Marathon-Match mit 7:5, 6:7(4), 7:6(2), 6:3. Die Grasspezialisten der Insel bleiben seine Nemesis.
Alejandro Moro (ATP 233) folgt ihm ins Tal der Tränen. Der 25-Jährige unterliegt dem Südkoreaner Kwon Soon-woo glatt in drei Sätzen: 4:6, 6:7(6), 3:6. Kein Wunder – die asiatischen Spieler beherrschen die flachen Bälle auf Rasen wie kaum andere.

Marina bassols bricht nach satzführung ein
Marina Bassols (WTA 143) weint bittere Tränen. Die 26-Jährige führt gegen Robin Montgomery bereits mit 6:3, kassiert dann aber neun von elf Spielen. Die US-Amerikanerin, frisch gekrönte Hertogenbosch-Siegerin, zeigt warum sie auf Gras zur Gefahr wird.
Mit ihnen verschwinden Nikolás Sánchez Izquierdo, Pedro Martínez, Roberto Carballés, Pol Martín Tiffon, Leyre Romero, Andrea Lázaro, Kaitlin Quevedo und Angela Fita in der Bedeutungslosigkeit. Elf spanische Spieler retten sich ins Hauptfeld – doch die Qualifikations-Katastrophe nagt am Selbstvertrauen der Nation.

Überlebende der armada im hauptfeld
Die Rettungsinsel trägt Namen: Alejandro Davidovich, Rafa Jódar, Jaume Munar, Pablo Carreño, Roberto Bautista, Martín Landaluce und Dani Mérida kämpfen für die Ehre Männer. Bei den Frauen reduziert sich der Kader auf vier: Jessica Bouzas, Oksana Selekhmeteva, Paula Badosa und Sara Sorribes (mit geschützter Weltrangliste).
Der Countdown läuft. Am Montag, 29. Juni, beginnt die Jagd auf die 80.000-Pfund-Belohnung. Die Qualifikations-Wunden müssen bis dahin verheilt sein. Sonst wird Wimbledon schnell zur spanischen Tragödie.
