Wimbledon hält an kameras hinter den kulissen fest – trotz spielerbeschwerden

Wimbledon hält an kameras hinter den kulissen fest – trotz spielerbeschwerden

Die Diskussion um den Schutz der Privatsphäre von Tennisprofis bei Grand-Slam-Turnieren schwelt weiter. Nach dem emotionalen Ausbruch von Coco Gauff bei den Australian Open haben sich nun auch Novak Djokovic und Iga Świątek kritisch zu Wort gemeldet. Trotzdem hält Wimbledon an seiner umfangreichen Kameraausstattung hinter den Kulissen fest, wie die "Times" berichtet.

Gauffs ausbruch als auslöser der debatte

Der Vorfall, bei dem Gauff nach ihrer Niederlage gegen Elina Svitolina ihren Schläger zerstörte, löste eine Debatte über die Grenzen der medialen Aufmerksamkeit aus. Gauff selbst wünschte sich mehr Privatsphäre und weniger Kameras in den Katakomben. Sie forderte Bereiche, in denen Spieler ihre Emotionen ohne Angst vor einer öffentlichen Zurschaustellung ausleben können.

Djokovic und świątek stimmen zu

Djokovic und świątek stimmen zu

Novak Djokovic unterstützte Gauffs Anliegen und äußerte seine Besorgnis darüber, dass es keinen Ort gebe, an dem man sich zurückziehen und seine Frustrationen ohne die ständige Präsenz von Kameras ausdrücken könne. Iga Świątek ging sogar noch weiter und fragte, ob Tennisspieler nicht wie Tiere im Zoo behandelt würden, die selbst beim Verrichten ihrer Notdurft beobachtet werden.

Wimbledon bleibt hart

Wimbledon bleibt hart

Trotz dieser Beschwerden hat Wimbledon laut einem Bericht der "Times" entschieden, die Kameraausstattung beim diesjährigen Turnier nicht zu verändern. Ein Vertreter der Spieler hatte die Verantwortlichen der Grand Slams kontaktiert, jedoch ohne Erfolg. Wimbledon begründet seine Entscheidung damit, dass die Kameras "klar sichtbar" seien und somit die Spieler gewarnt werden könnten.

Wohlergehen der spieler hat priorität – aber…

Der All England Club betont, dass das Wohlergehen der Spieler oberste Priorität habe. Man sei sich der Sensibilität der Thematik bewusst, halte aber an der aktuellen Praxis fest. Der Vorfall mit Gauff dürfte jedoch dazu führen, dass sich die Profis auch außerhalb des Courts vorsichtiger verhalten werden.

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