Williams: resetknopf gedrückt – miami soll den aufschwung bringen!
Suzuka ist abgehakt, und für Williams geht es nun in eine entscheidende Phase. Nach dem enttäuschenden Saisonstart und der strategischen Zweck-Entfremdung von Alex Albon in Japan – ein Schachzug, der für die kommenden Rennen entscheidend sein soll – blickt das Team voller Erwartungen, aber auch mit harter Arbeit auf den Neustart in Miami.

Fünf wochen, die alles verändern könnten
Carlos Sainz äußerte nach dem Rennen in Suzuka deutliche Worte: „Jetzt brauchen wir fünf wichtige Wochen, um mit einem ambitionierten Plan zurückzukommen. Wir müssen den Reset-Knopf drücken.“ Die bisherigen Bemühungen haben nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht, und die Zeit drängt. Es geht nicht mehr nur darum, die Q1 zu überstehen, sondern darum, in die Top 10 zu fahren – ein ambitioniertes Ziel, das jedoch die Richtung für den Rest der Saison vorgeben soll.
Aerodynamik und Gewichtseinsparungen stehen dabei im Fokus. Erste Verbesserungen sind für Miami geplant, wobei besonders auf die Aerodynamik und eine Reduzierung des Gewichts des FW48 geachtet wird. Ob dieser Schritt ausreicht, um Williams wieder in die Mitte des Feldes zu katapultieren, bleibt abzuwarten. Doch die Erwartungen sind hoch, und die Verantwortlichen scheinen zuversichtlich.
Teamchef James Vowles geht sogar noch weiter und sieht eine zweite, dringende Phase nach dem August-Pause. „Es ist beeindruckend, wie eng die Spitzengruppe zwischen Platz fünf und sieben liegt. Der Unterschied ist minimal“, so Vowles gegenüber 'Racer'. „Wir müssen nicht nur mithalten, sondern diese Teams übertreffen. Das ist unsere Herausforderung.“
Die Testfahrt von Alex Albon in Suzuka verdeutlichte die Notwendigkeit, die Daten aus Windkanaltests und CFD-Simulationen (Computational Fluid Dynamics) zu validieren. Mit einer Reihe von ungewöhnlichen Maßnahmen, wie dem Anbringen von Warnleuchten und dem Einsatz von Rasteilern – letztere allerdings nur im Training –, wurden verschiedene Aerodynamikeinstellungen getestet und der Einfluss auf die Aerodynamik gemessen. „Wir haben den Winkel der Frontflügel variiert und sichergestellt, dass die gemessene Belastung an der Vorder- und Hinterachse mit unseren Simulationen übereinstimmt“, erklärte Vowles. Die Ergebnisse dieser Tests sollen nun in die weitere Entwicklung des Autos einfließen.
Der Motor gilt als stark, und wenn die richtigen Schritte unternommen werden, könnten die Verbesserungen schnell zu spürbaren Ergebnissen und einer Verringerung des Rückstands auf die Konkurrenz führen. Das Team ist sich bewusst, dass auch andere Teams Fortschritte machen werden, und es wird ein Wettlauf gegen die Zeit, wer die größten Sprünge erzielen kann.
Es war klar, dass Williams in Japan keine Punkte holen konnte und deshalb die Strategie angepasst wurde. „Wir wollten in dieser Situation das Maximum an Wissen aus jeder Karriere herausholen“, betonte Vowles. Der Fokus lag auf der Korrelation der Messergebnisse mit den Simulationen – ein wichtiger Schritt, um die Performance des Autos besser zu verstehen und zu optimieren. Die Ergebnisse dieser intensiven Analyse werden nun hoffentlich in Miami Früchte tragen und den Weg für eine erfolgreiche zweite Saisonhälfte ebnen.
