Williams holt mercedes-ingenieur: kann milner das team wieder auf kurs bringen?
Grove atmet auf: Williams F1 hat Dan Milner vom Mercedes-Team verpflichtet, um die technologischen Schwachstellen des FW48 auszugleichen. Der Neuzugang, ein erfahrener Ingenieur mit Erfolgsbilanz, soll das Team zurück in die Erfolgsspur führen – ein ambitioniertes Vorhaben, angesichts der aktuell schwierigen Lage.

Ein routinier mit weltmeistertitel kommt nach grove
Milner bringt eine beeindruckende Karriere mit, die von acht Weltmeistertiteln geprägt ist, darunter ein Triumph mit Brawn GP und sieben weitere Erfolge mit Mercedes. Seine Erfahrung in der Spitze des Rennsports könnte genau das sein, was Williams derzeit benötigt, um aus dem Abstiegskampf auszubrechen und wieder in der Mittelklasse der Formel 1 zu konkurrieren. Der Wagen des Teams leidet unter einem erheblichen Übergewicht von 26 Kilogramm, was ihn auf 794 kg bringt – deutlich mehr als die 768 kg (oder weniger) einiger Konkurrenten. Hinzu kommt ein Mangel an Abtrieb, den die Fahrer bereits in Bahrain bemängelt haben.
Der Wechsel für Milner erfolgte nach einer dreimonatigen Auszeitnach seiner Beförderung zum Leiter Forschung und Entwicklung bei Mercedes im November 2023. Er startet also unmittelbar in einer entscheidenden Phase der Saison. „Ich freue mich sehr, bei Williams F1 als Leiter der Fahrzeugtechnologie zu arbeiten“, erklärte Milner. „Nach 20 Jahren in Brackley ist der Zeitpunkt reif für eine neue Herausforderung. Williams hat einen klaren und ambitionierten Plan, und ich bin gespannt darauf, meine Erfahrung und mein Wissen einzubringen, um diesen Weg zu beschleunigen.“
Matt Harman, der Technische Direktor von Williams, betont die Bedeutung von Milners Expertise: „Dan bringt umfassende Erfahrung und eine klare Führungsstärke mit. Er hat wichtige Forschungsprogramme und Antriebssysteme geleitet, Ideen in Leistung umgesetzt und weiß, wie man Teams vereint, um Ergebnisse zu erzielen.“ Milner soll nun maßgeblich an der Technologie des Fahrzeugs arbeiten und Innovationen in kontinuierliche Leistungsverbesserungen auf der Strecke umwandeln.
Die Geschichte von Milner bei Mercedes reicht bis ins Jahr 2006 zurück, als das Team noch als BAR-Honda antrat. Er war maßgeblich an der erfolgreichen Saison von Brawn GP im Jahr 2009 beteiligt und arbeitete zudem an der America's Cup mit dem Ineos Britannia Team mit. Der Druck auf Williams ist enorm. Milner muss schnellstmöglich Ergebnisse liefern, um die Saisonziele nicht zu gefährden. Ob der erfahrene Ingenieur tatsächlich den erhofften Wendepunkt herbeiführen kann, wird sich in den kommenden Rennen zeigen.
Die Entscheidung für Milner ist ein klares Signal: Williams will sich nicht mit dem Status quo zufrieden geben und investiert in die technologische Expertise, um wieder an die Spitze zu fahren. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich diese Investition auszahlt.
