Wetzlar schockt kiel: palicka feiert triumph über ex-klub

Die HSG Wetzlar hat dem THW Kiel eine deutliche Niederlage verpasst und mit 33:25 die Oberhand behaupte. Ein Sieg, der im Abstiegskampf der Handball-Bundesliga unerlässlich war und die Hessen nun einen wichtigen Schritt nach vorne bringt. Besonders emotional war der Abend für den schwedischen Schlussmann Andreas Palicka, der einst zwischen 2008 und 2015 das Trikot der Kieler trug.

Ein kraftakt im abstiegskampf

Die Ausgangslage war klar: Nach den Erfolgen von SC DHfK Leipzig, GWD Minden und dem Bergischen HC am vorangegangenen Spieltag, war für die HSG Wetzlar ein Sieg gegen den THW Kiel nahezu Pflicht, um im Tabellenkeller nicht weiter einzukrümmen. Doch die Mannschaft von Trainer Thorsten Schwarz zeigte eine Reaktion, die überzeugte. Von der ersten Minute an präsentierte sich die HSG als Einheit, die sich dem Kampf um den Klassenerhalt mit Leidenschaft verschrieben hat.

“Gestern hat Minden gegen Lemgo richtig Druck gemacht, und heute haben wir es geschafft, eine Leistung abzurufen, die zeigt, wer wir sind”, erklärte Palicka nach dem Spiel am Dyn-Mikrofon. Er lobte die komplette Mannschaftsleistung und betonte, wie wichtig dieser Sieg im Abstiegskampf ist. Die Kulisse war „unfassbar“, so der Schwede, und trieb sein Team zusätzlich an.

Emotionale achterbahnfahrt für palicka

Emotionale achterbahnfahrt für palicka

Obwohl Palicka die schwierige Personalsituation beim THW Kiel anerkannte – mehrere Leistungsträger mussten verletzungsbedingt aussetzen – machte er deutlich, dass seine Mannschaft gewillt war, den Gegner zu besiegen. “Wir müssen hier auch aufstehen und sie schlagen”, so Palicka, der sich selbst eine leichte Wadezerrung zuzog und in der Schlussphase von Anadin Suljakovic vertreten wurde, der nahtlos in seine Rolle einschlug.

Die Sympathie für seinen Ex-Klub Kiel blieb Palicka jedoch erhalten. “Man vergisst nie, wo man herkommt”, gestand er. “Ich bin großgeworden beim THW Kiel und verfolge sie weiterhin. Ich wünsche ihnen schon jetzt am Dienstag viel Glück”, wobei er betonte, dass die Freundschaft in den 60 Minuten des Spiels keine Rolle spielte. Das Team spielte mit einer Intensität, die den Zuschauern das Blut in den Adern gefrieren ließ.

Die HSG Wetzlar hat mit diesem Sieg nicht nur zwei wichtige Punkte geholt, sondern auch ein starkes Signal an die Konkurrenz gesendet. Der Blick richtet sich nun nach vorne, auf die anstehenden Herausforderungen. Die Mannschaft muss weitermachen, um den Verbleib in der „fantastischen Liga“ zu sichern. Der Sieg demonstrierte eindrucksvoll die Entschlossenheit und den Teamgeist, die die HSG Wetzlar auszeichnet.