Werner wirft den handschuh: leipzigs heimlicher plan gegen stuttgarts offensiv-monster
Ole Werner lachte nicht, als er die Frage nach der Champions-League-Schlacht beim VfB hörte. Sein Blick war stahlern. „Wir fahren nach Stuttgart, um zu gewinnen. Punkt.“ Die Punktegleichheit mit den Schwaben? „Ein Zufall“, sagt der RB-Coach, „der am Sonntagabend Geschichte ist.“

Warum leipzig trotz fehlender stars glüht
Peter Gulácsi fehlt weiter, sein Ersatzmann Maarten Vandevoordt steht vor der EM-Nominierung Belgiens. Werner präsentiert ihn nicht als Notlösung, sondern als geheime Waffe. „Maarten hat in den letzten Wochen mehr Ballkontakte als jeder andere Keeper der Liga“, verrät der 38-Jährige. „Er spielt mit, nicht nur hinter der Abwehr.“
Assan Ouédraogo? Noch nicht mal Kaderschmiede. Der 18-Jährige trainiert individuell, weil seine Lunge nach der Mandel-OP noch nicht Vollgas verträgt. Werner: „Er wird uns fehlen, aber er wird uns nicht bremsen.“
Die Statistik sprischt für Leipzig: Kein Team gewann öfter in Stuttgart (vier Siege aus den letzten fünf Gastspielen). Die Werkself-Angst? Fehlanzeige. „Wir haben ihnen in der Hinrunde gezeigt, wie man sie in deren eigenem Stadion entzaubert“, erinnert Werner an das 3:1 im Oktober. Damals traf Loïs Openda doppelt, heute soll Benjamin Sesko den nächsten Doppelpack liefern.
Die Stuttgarter Offensive um Serhou Guirassy und Deniz Undav schoss 42 Tore – nur Bayern traf häufiger. Werner kontert mit einer Zahl: „Wir kassierten nach der Winterpause nur zwei Gegentore.“ Sein Fazit: „Qualität gegen Stabilität – das Duell entscheidet die Saison.“
Tabellendritte Hoffenheim liegt zwei Punkte vor Leipzig, doch Werner schmunzelt: „Wenn wir gewinnen, sind wir Dritter. Mathe ist einfach, wenn man gewinnt.“
