Werner befreit san josé: doppeltorschütze katapultiert earthquakes an die spitze
San José, Kalifornien – Timo Werner hat endlich den Knoten durchdrückt. Nach einer Phase der Enttäuschungen in Tottenham und Leipzig präsentierte sich der deutsche Stürmer in der Major League Soccer (MLS) in Topform und sicherte den San José Earthquakes einen wichtigen Sieg gegen St. Louis City mit einem Doppelpack. Die Equipe steht nun überraschend an der Spitze der Western Conference.

Ein startrekord dank werner und starker mannschaftsleistung
Die Earthquakes präsentieren sich in dieser Saison als wahre Überraschungsmannschaft. Mit neun Siegen aus zehn Spielen haben sie einen beispiellosen Startrekord in der MLS aufgestellt – und Werner ist ein entscheidender Faktor. Seine Ankunft in den USA scheint genau das zu sein, was er gebraucht hat, um seine einst so beeindruckende Torjägerqualitäten wiederzuentdecken.
Das Spiel gegen St. Louis war ein Spiegelbild dieser Entwicklung. Nach einem frühen Führungstreffer durch Preston Judd, der durch einen Ausgleich von Sergio Córdova und weiteren Toren von Marcel Hartel kurzzeitig in Rückstand geriet, übernahm Werner die Kontrolle. Sein souveräner Elfmeter und die sehenswerte Volley-Direktabnahme brachten San José nicht nur die Führung zurück, sondern demonstrierten auch seine wachsende Selbstsicherheit.
Die Leistung von Werner ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass St. Louis City mit ehemaligen Bundesliga-Profis wie Timo Baumgartl, Eduard Löwen und Cedric Teuchert antrat. „Er ist ein erfahrener Spieler. Er hat schon bei Weltmeisterschaften gespielt. Er hat die Champions League gewonnen und bei großen Vereinen in England und Deutschland gespielt. Es überrascht uns nicht, dass er sich so schnell an die Major League Soccer gewöhnt hat“, so Trainer Bruce Arena nach dem Spiel. Und er fügte hinzu: „Es werden noch mehr gute Dinge kommen.“
Die MLS scheint der perfekte Ort für Werner zu sein, um seine Karriere neu zu beleben. Die Atmosphäre, der Spielstil und die Herausforderungen bieten ihm die Möglichkeit, sich neu zu definieren und seine Qualitäten unter Beweis zu stellen. Mit Thomas Müller und ihm in der Liga, gewinnt die MLS zusehends an Attraktivität für europäische Fans.
Die Earthquakes stehen aktuell an der Spitze der Western Conference, nur knapp vor den Vancouver Whitequakes. Werner selbst blickt optimistisch in die Zukunft: „Wenn wir so weitermachen, kann es eine gute Saison für uns werden.“ Und mit einem Spieler wie ihm im Sturm, ist alles möglich.
