Werder trauert: pressesprecherin marita hanke geht nach 34 jahren
Bremen – Ein Kapitel geht zu Ende: Nach mehr als drei Jahrzehnten verlässt Marita Hanke den SV Werder Bremen. Die langjährige Pressesprecherin, ein Gesicht der Grün-Weißen wie kaum ein anderes, geht in den wohlverdienten Ruhestand. Ein Abschied mit Wehmut, aber auch mit Stolz auf eine bewegte Zeit im Herzen des norddeutschen Fußballs.
Die frau, die werder verkörperte
Marita Hanke war mehr als nur eine Pressesprecherin. Sie war Seismografin der Emotionen, Vermittlerin zwischen Verein und Fans, und eine feste Größe im Werder-Umfeld. Seit 1992 stand sie am Mikrofon, beantwortete unzählige Fragen, erlebte Höhenflüge und bittere Tiefen. Werder Bremen war ihr zweites Zuhause, und sie war stets ein Gesicht der Kontinuität in einer Branche, die sich rasant verändert hat.
Ein Blick zurück: Von den Triumphen bis zum Abstieg
Die Liste ihrer Erlebnisse ist lang: Der Gewinn des DFB-Pokals 1999, das historische Double 2004, die Europa-League-Saison 2009/10 – Marita Hanke war hautnah dabei. Aber auch die schwierigen Zeiten, wie der Abstieg 2021, prägten ihre Zeit bei Werder. Sie erlebte den Aufstieg und Fall von Stars wie Mesut Özil und Kevin de Bruyne, sah den Verein in seiner Blütezeit und kämpfte mit ihm gegen den Abgrund.
„Es ist schon ein Wechselbad der Gefühle“, gestand Hanke im Gespräch mit buten un binnen. „Manchmal finde ich es ganz schön, dass ich denke: 'Ohja, ich muss nicht an die kommende Saison denken'. Und dann denke ich: 'Oh shit, du bist nicht mehr Teil dieses Ganzen.'“

Eine pionierin in der bundesliga
Marita Hanke war nicht nur eine treue Begleiterin des SV Werder Bremen, sondern auch eine Pionierin. Mitte der 1990er Jahre brach sie als erste Frau in die männerdominierte Welt der Bundesliga-Presse ein. Das war damals kein Selbstverständlich, und sie musste sich Respekt hart erarbeiten. Doch sie bewies mit ihrer Kompetenz, ihrem Engagement und ihrem Humor, dass sie in der Branche ihren Platz hat.
Marco Bode, ehemaliger Spieler und Aufsichtsratschef von Werder Bremen, würdigte Hanke als „wichtigen Teil der Werder-Familie“. „Sie war immer ein wunderbarer Mensch rund um das Team, und sie hat mit ganz viel Herzblut gearbeitet.“
Die digitale Revolution hat auch Marita Hanke herausgefordert. Gemeinsam mit Willi Lemke, dem damaligen Manager, wagte sie die ersten Schritte von Werder im Internet. „Mal sehen, was das wird“, erinnert sie sich mit einem Augenzwinkern. Heute sind Social Media und Online-Kommunikation allgegenwärtig – ein Umbruch, den Hanke mit viel Weitsicht begleitet hat.
Am Samstag steht für Marita Hanke noch einmal der Fokus auf Werder. Dann genießt sie das Spiel gegen [Gegnerteam einfügen] und verabschiedet sich gebührend von den Fans und dem Verein. Werder Bremen wird sie nicht vergessen. Die Lebenslang-Akkreditierung ist ein Zeichen dafür. Ein neues Kapitel beginnt für Marita Hanke – ein Kapitel voller Freiheit, neuer Interessen und Zeit für die schönen Dinge im Leben. Doch Werder wird immer ein Teil von ihr bleiben.
