Werder bremen vor union berlin: personalnot und angst vor der nächsten pleite

Werder Bremen reist am Sonntag mit nur 13 Feldspielern nach Berlin. Die Rechnung ist einfach: Wer verliert, rutscht tiefer in den Sumpf. Wer gewinnt, darf wieder hoffen. Doch die Mannschaft von Ole Werner wirkt wie ein Flickenteppich.

Die baustellen sind überall

Die Zahlen sind so klar wie schmerzhaft. Seit elf Auswärtsspielen wartet Werder auf einen Sieg. 2026 holte die Mannschaft in vier Gastspielen null Punkte. Die Trefferquote? Lächerlich. Nur jeder 14. Schuss landet im Netz – Bundesliga-Schlusslicht. Gegen Heidenheim trafen sie zweimal, ließen aber auch wieder beste Chancen liegen. Milosevic und Schmid verpassten das leere Tor. Es ist das alte Lied: Werder dominiert, aber nicht verwandelt.

Die personelle Lage ist dramatisch. Jens Stage und Justin Njinmah fehlen sicher. Dazu kommen die angeschlagenen Top-Stürmer. Ole Werner musste in der Trainingseinheit vor Berlin improvisieren. Einige Talente aus der zweiten Mannschaft sollen mitreisen. Die Erfahrung? Fehlanzeige. Die Frische? Vielleicht der einzige Vorteil.

Union berlin wartet auf die revanche

Union berlin wartet auf die revanche

Der Gegner ist kein unbeschriebenes Blatt. Union gewann fünf der ersten sechs Duelle mit Werder, doch zuletzt drehten die Bremer den Spieß um. Drei Spiele in Folge blieben sie gegen die Eisernen ungeschlagen. Doch das Stadion An der Alten Försterei ist ein Bunker. Nur einmal gewann Werder dort – 2019 mit 2:1. Seitdem: Niederlagen und ein Remis.

Die Fan-Gewalt in Berlin ist berüchtigt. Die Atmosphäre kochend. Für eine verunsicherte Mannschaft wie Werder ist das kein Spaßtrip. Union steht sicherer da, hat mehr Rhythmus und vor allem: weniger Verletzte. Die Frage ist nicht nur, wer Tore schießt, sondern wer überhaupt spielt.

Die saison steht auf dem spiel

Die saison steht auf dem spiel

Ein Blick auf die Tabelle reicht. Rang 16, nur drei Punkte von Platz 12 entfernt. Das klingt nach Hoffnung, ist aber Trugschluss. Die Formkurve zeigt nach unten. Elf Punkte aus den ersten fünf Spielen, danach nur noch elf Zähler aus 19 Partien. Das ist kein Formtief, das ist ein freier Fall.

Die sportliche Leitung um Frank Baumann muss handeln. Gerüchte um einen möglichen Coulibaly-Transfer für Rekordsumme zeigen: Die Köpfe sind schon beim nächsten Jahr. Doch vorher muss der Klassenerhalt gesichert werden. Sonst wird aus dem großen Geld ein großer Scherbenhaufen.

Kick-off ist am Sonntag um 17:30 Uhr. Für Werder geht es um alles. Um das Spiel, um die Saison, um die Zukunft. Die Baustellen sind überall. Und die Uhr tickt laut.