Werder bremen: torflaute und personalnot beunruhigen – kampf gegen den abstieg spitzt sich zu
Die krise beim sv werder bremen: tore fehlen, sorgen wachsen
Die Situation beim SV Werder Bremen verschärft sich zunehmend. Die Mannschaft steckt in einer tiefen Krise und hat seit geraumer Zeit Schwierigkeiten, Tore zu erzielen. Nach zuletzt zwölf Spielen ohne Sieg blieben die Hanseaten in sieben der jüngsten neun Bundesligapartien ohne eigenen Treffer. Insgesamt sind sie in dieser Saison bereits zehnmal torlos geblieben – ein Negativrekord gemeinsam mit Borussia Mönchengladbach. Die Torarmut bereitet den Verantwortlichen große Sorgen.

Personalprobleme verschärfen die lage
Neben der fehlenden Durchschlagskraft im Angriff plagen Werder Bremen weiterhin Personalsorgen. Diese Probleme wirkten sich auch auf die taktische Ausrichtung und die Wechselstrategie aus. Gegen den FC Bayern München am vergangenen Samstag startete Trainer Daniel Thioune in einem 3-4-2-1-System mit einer beweglichen Spitze.

Thioune erklärt die aufstellung gegen bayern
"Marco Grüll macht das gut, er kann die Innenverteidiger ein Stück weit mehr beschäftigen", so Thioune über seine Wahl in vorderster Front. "Wir wollten die Räume dahinter freiziehen, damit wir mit Justin Njinmah und Felix Agu aktiv werden können." Das Vorhaben zeigte in Ansätzen Wirkung, beide Flügelspieler hatten gefährliche Aktionen. Sportdirektor Peter Niemeyer wertete dies positiv: "Diesmal hatten wir den Mut, in den Sechzehner zu gehen, Halbraumflanken hereinzugeben, um Kopfbälle oder Schüsse zu haben. Wir sind mit Mut und Überzeugung in den Sechzehner gekommen. Ich glaube, das ist das Entscheidende.".

Milosevic und topp blieben auf der bank
Trotzdem blieben die möglichen Torschützen Keke Topp (letzter Werder-Torschütze) und Jovan Milosevic über die volle Spielzeit auf der Bank. Thioune erklärte dies mit der Fitness der Spieler: "Alle Auswechslungen sind den Spielern geschuldet, die nicht mehr fit oder kaputt waren." So musste beispielsweise Agu nach 65 Minuten aufgrund von Belastungsprobemen ausgewechselt werden.
Verletzungen und taktische anpassungen
Weitere personelle Änderungen ergaben sich durch Verletzungen. Niklas Stark musste zur Halbzeit raus, Karim Coulibaly verletzte sich am Oberschenkel. Thioune reagierte darauf, indem er Senne Lynen hinten einsetzte und Samuel Mbangula brachte. Auch Jens Stage wurde geschont, um eine Gelbsperre zu vermeiden. "Ich wollte Jens Stage vor der fünften Gelben Karte schützen", so Thioune.
Ausblick auf das kellerduell gegen st. pauli
Thioune betonte, dass er den gesamten Kader benötigt, um den Kampf gegen den Abstieg zu bestehen. Das nächste wichtige Spiel ist das direkte Kellerduell beim FC St. Pauli am Sonntag. "Ich brauche diesen Kader. Ich brauche die Breite und die Tiefe." Der Trainer appelliert an die Fans und die Mannschaft, alles zu geben, um Punkte zu holen: "Zusehen, dass man punktet".
