Wenger: der meistermacher, der arsenal revolutionierte
Vor 26 Jahren vollbrachte Arsène Wenger das scheinbar Unmögliche: Er führte den FC Arsenal zur Meisterschaft in der Premier League – als erster ausländischer Trainer überhaupt. Ein Triumph, der nicht nur den Verein, sondern auch den englischen Fußball nachhaltig prägte.
Die unglaubliche aufholjagd
Die Saison 1997/98 war für Arsenal alles andere als rosig gestartet. Nach einer deutlichen 1:3-Heimniederlage gegen die Blackburn Rovers im Dezember schien die Meisterschaft ein ferner Traum. Arsenal lag zwölf Punkte hinter Manchester United, dem amtierenden Champion. Doch Wenger bewies taktisches Geschick und eine unerschütterliche Ruhe, die seine Mannschaft zu einer beispiellosen Aufholjagd befähigte.
Eine Serie von 18 Spielen ohne Niederlage katapultierte die Gunners zurück ins Titelrennen. Nach dem Sieg gegen Derby County am 29. April standen sie kurz vor dem Ziel. Der entscheidende Moment kam im Highbury-Stadion gegen den FC Everton. Ein furioses 4:0 ließ keine Zweifel mehr offen: Arsenal war Meister!
Der legendäre Treffer von Tony Adams krönte den Triumph. Der Kapitän ließ es sich nicht nehmen, aus der eigenen Hälfte heraus ein Tor zu erzielen und den Endstand festzusetzen. Ein magischer Moment, der für immer in die Vereinsgeschichte eingehen wird.

Das double und wengers vermächtnis
Das Wunder von 1998 war jedoch nicht der einzige Erfolg des Jahres. Nur wenige Wochen später sicherte sich Arsenal auch den FA-Cup-Titel, dank eines 2:0-Sieges gegen Newcastle United. Das Double – eine Seltenheit im englischen Fußball – unterstrich Wengers außergewöhnliches Talent.
Arsène Wenger hinterließ bei Arsenal mehr als nur Titel. Er veränderte die Trainingsmethoden, führte eine gesunde Ernährung ein und förderte junge Talente. Sein Einfluss ist bis heute spürbar, und sein Name wird für immer mit dem Erfolg des Vereins verbunden sein. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 17 Titel in 22 Jahren – eine Karriere, die ihresgleichen sucht.
