Wembanyama schlägt zurück: nba-superstar kauft sich bei nanterre 92 ein

Victor Wembanyama schreibt die nächste Geschichte seines noch jungen Imperiums. Der 22-jährige NBA-Center der San Antonio Spurs steigt als Investor bei seinem Jugendclub Nanterre 92 ein – und das nicht als symbolischer Geste, sondern mit klarem Kalkül.

Der Franzose, der in Le Chesnay geboren wurde und nur wenige Kilometer von Nanterre entfernt aufwuchs, kauft Anteile an dem Erstligisten, bei dem er von 2013 bis 2021 seine ersten professionellen Schritte machte. Die Summe bleibt offiziell ungenannt, doch Insidern zufolge handelt es sich um eine „signifikante Minderheitsbeteiligung“. Für Wembanyama, der bei den Spurs rund 13 Millionen Dollar pro Jahr verdient, ist es mehr als ein finanzielles Engagement – es ist eine Rückkehr zu seinen Wurzeln.

„Ich will nicht nur zusehen, ich will mitgestalten“

In einem Interview mit L’Équipe ließ Wembanyama keinen Zweifel an seinen Motiven: „Ich bin in Frankreich geboren und aufgewachsen. Ich möchte den französischen Basketball und insbesondere bei Nanterre mitgestalten, denn hier fühle ich mich einfach zu Hause.“ Diese Worte sind kein PR-Sprech. Sie kommen von einem Spieler, der trotz aller NBA-Glorie nie den Kontakt zu seinem Heimatland verloren hat. Und nun zieht er die Konsequenz daraus.

Nanterre 92 ist aktuell Tabellenzweiter in der LNB Pro A, hinter AS Monaco, dem Klub von Daniel Theis. Der Verein hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich entwickelt, doch mit Wembanyama als Teilhaber bekommt der Klub nicht nur finanzielle Luft, sondern auch ein globales Sprachrohr. Sein Name zieht – ob in den Sozialen Medien, auf dem Transfermarkt oder in den Chefetagen potenzieller Sponsoren.

Doch es steckt mehr dahinter. Wembanyama hat in den USA gelernt, dass Sport nicht nur auf dem Feld stattfindet. Er hat gesehen, wie LeBron James sich als Unternehmer aufstellt, wie Kevin Durant Mediafirmen und Tech-Start-ups finanziert. Und er hat verstanden: Wenn er nicht nur Spieler, sondern Gestalter bleiben will, muss er jetzt handeln.

Ein schachzug mit signalwirkung

Ein schachzug mit signalwirkung

Die Entscheidung kommt zu einem Zeitpunkt, in dem der französische Basketball sich in einer paradoxen Lage befindet: Er produziert Weltklasse-Talente wie Wembanyama, Rudy Gobert oder Evan Fournier, doch die Liga selbst kämpft mit Strukturproblemen, geringen TV-Einnahmen und einem Talentabfluss in die NBA. Wembanyamas Investment ist ein klares Signal: Es geht nicht nur um Charity, sondern um eine nachhaltige Perspektive.

Ob Nanterre nun plötzlich zur Basketball-Macht wird, bleibt offen. Doch eines ist sicher: Mit Wembanyama als Anteilseigner ist der Klub nicht mehr nur ein französischer Verein, sondern Teil eines globalen Netzwerks. Und für den Franzosen selbst ist dieser Schritt mehr als eine Investition – es ist eine Botschaft. An die Liga, an die Fans, an die nächste Generation: Man muss nicht weggehen, um zu bleiben.