Wembanyama patzt: knicks schnuppern nba-titel!
New York fiebert! Die Knicks haben sich in der Best-of-Seven-Serie gegen die San Antonio Spurs einen entscheidenden Schritt näher an den NBA-Titel gebracht. Ein dramatisches Finale, geprägt von Fehlern und Nervenkitzel, endete mit einem knappen 105:104-Sieg für die Mannschaft aus der Großstadt – und einem Patzer von Shooting-Star Victor Wembanyama, der den Spurs den Sieg fast noch gestohlen hätte.

Ariel hukporti fiebert mit, wembanyama am boden
Schon am Donnerstag hatten die Knicks den ersten Sieg in dieser umkämpften Finalserie gefeiert. Nun folgte der zweite Erfolg in der Nacht zu Samstag, der die Erwartungen in New York ins Unermessliche steigen lässt. Ariel Hukporti, der deutsche Center, saß zwar heute nicht im Aufgebot, doch die Freude in der Big Apple ist riesig. Wembanyama hingegen steht vor einer Zerreißprobe: Die Niederlage wiegt schwer, und die selbstkritischen Worte des jungen Franzosen nach dem Spiel zeugen von großem Anspruch an sich selbst.
Die Schlussminuten waren schlichtweg atemberaubend. Bei einem Stand von 104:104 hatten die Spurs 13 Sekunden vor Schluss den Ballbesitz. Doch dann kam es: Wembanyama, der zuvor mit 29 Punkten der beste Werfer der Partie war, produzierte einen vermeidbaren Ballverlust. Jalen Brunson ließ sich diese Chance nicht entgehen und brachte New York von der Freiwurflinie in Führung. Wembanyamas letzte Wurfchance scheiterte – der Traum vom Titel für die Spurs platzte.
“Ich habe es vermasselt,” gestand Wembanyama, sichtlich enttäuscht. “Wir haben als Team nicht gut gespielt. Wir hätten dieses Spiel gewinnen müssen.” Die Worte des jungen Superstars treffen den Nagel auf den Kopf. Auch wenn er mit seinen 29 Punkten die statistisch besten Werte aufweisen konnte, reichte es am Ende nicht. Karl-Anthony Towns von den Knicks, der in den entscheidenden Momenten betete, war erleichtert: “Ein großartiger Spieler hatte einen großartigen Wurf, und er ist einfach nicht reingegangen.”
Die Spurs hatten zuvor einen 14-Punkte-Rückstand durch einen beeindruckenden 14:0-Lauf gedreht, angeführt von Wembanyamas Energie. Doch die Knicks bewiesen Nervenstärke und hielten den Druck stand. Neben Brunson (20 Punkte) überzeugten auch Mikal Bridges (20 Punkte) und Towns (21 Punkte/13 Rebounds).
Die nächsten beiden Spiele werden in New York ausgetragen – ein Heimvorteil, den die Knicks nun mit Nachdruck nutzen wollen. Noch nie zuvor hat ein Team die NBA-Finals gewonnen, nachdem es die ersten beiden Spiele verloren hatte. Und die Anwesenheit von US-Präsident Donald Trump im Madison Square Garden am Montag verspricht zusätzliche Brisanz. Die Spannung ist kaum auszuhalten!
