Weltmeisterschaft: zdf verpasst start – shakira rettet die show!

Ein Fehlstart zum WM-Auftakt: Das ZDF ließ beim großen Eröffnungsspektakel in Mexiko-Stadt entscheidende Minuten liegen. Während MagentaTV bereits die komplette Zeremonie zeigte, mussten sich Fußballfans im Free-TV mit einer verkürzten Version begnügen – ein herber Wähler für den öffentlich-rechtlichen Sender.

Die lange pause, die alles veränderte

Die lange pause, die alles veränderte

Die Zuschauer verpassten nicht nur die Auftritte von Danny Ocean und Lila Downs, sondern auch wertvolle Minuten des lateinamerikanischen Rhythmus und der Vorfreude auf das Turnier. Das ZDF präsentierte zunächst sein Experten-Team, darunter Ex-Freiburg-Trainer Christian Streich, und kündigte mit Jochen Breyer die Übertragung an. Doch die „kurze Pause“ verzögerte sich unerwartet, sodass rund sieben Minuten der insgesamt 20-minütigen Zeremonie ausfielen. Ein peinlicher Moment für den Sender, der sich normalerweise auf solch wichtige Sportevents verlässt.

Oli Schmidt versuchte, die Situation zu überschreiben, als er sich schließlich aus dem Azteken-Stadion meldete: „Buen dia aus dem Azteken-Stadion, der Kathedrale des mexikanischen Fußballs. Es ist ein Rummelplatz, lateinamerikanischer Rhythmen.“ Die Zuschauer wurden jedoch die verpassten Momente nicht mehr zurückbekommen.

Doch dann kam Shakira. Ihre Performance, gemeinsam mit Burna Boy, bot eine Weltpremiere und lenkte die Aufmerksamkeit zurück auf das positive. Der WM-Song, der erneut von der Sängerin produziert wurde, sorgte für einen fulminanten Abschluss der Eröffnungsfeier – und ließ zumindest einen Teil des Imageschadens vergessen. Es bleibt abzuwarten, ob das ZDF aus diesem Fehler lernt und in Zukunft besser auf die reibungslose Übertragung von Sportgroßereignissen achtet.

Die Zahl der verpassten Minuten mag gering erscheinen, doch sie symbolisiert eine größere Problematik: die zunehmende Fragmentierung der Medienlandschaft und die Herausforderung für Sender, mit Streaming-Diensten Schritt zu halten. Während MagentaTV die komplette Show lieferte, blieb das ZDF auf der Strecke – ein Weckruf für die Zukunft der Sportübertragung.