Wehrlein klaut podium in madrid und bremst die jäger aus

Pascal Wehrlein rast mit kaltem Blut durch die letzte Schikane, schiebt seinen Porsche vor Mitch Evans’ Jaguar und klaut Platz drei – 21. Podium, 83 Punkte, weiter Tabellenführer. Die Formel E hat ihren ersten Dreikampf um die Krone.

Ein fehler, ein stich, ein punktepolster

Die Zielgerade in Madrid war ein einziges Roulette. Evans drückte Ticktum nach außen, verlor Schwung, Wehrlein spürte die Lücke wie ein Radar, trat voll durch und schnappte sich 15 Punkte, während seine Gegner nur Staub schluckten. Der frühere Weltmeister hatte das Rennen lange im Soll, dann plötzlich außerhalb der Top-Fünf – doch die letzten 200 Meter schrieben seine Geschichte neu.

Dahin flog António Félix da Costa souverän zum Sieg, Jaguar bescherte sich das erste Doppelpodium der Saison. Für Wehrlein zählt aber nur die Tabelle. Mit 83 Punkten liegt er elf vor Edoardo Mortara, 18 vor Evans. Die Devise: keine spektakulären Siege nötig, solange die Konkurrenten patzen.

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Die permanente Strecke um die IFEMA ließ die Motoren auf 320 kW jaulen, doch die wahre Prüfung folgt am 1. Mai-Wochenende: zwei Rennen in zwei Tagen auf dem Tempelhofer Feld. Wer dort Punkte sammelt, baut Vorsprung. Wer dort stolpert, verliert den Anschluss bis zur Sommerpause.

Wehrlein kennt die Rechnung. 21 Podeste in 71 Rennen bedeuten Treffsicherheit, aber keine Garantie. Die Saison ist jung, die Batterien heiß, und in Berlin wird die Jagd wieder von vorn beginnen. Die Kühltaschen im Porsche-Lager sind schon gepackt – mit Eis und Nervenstärke.