Wagner rettet magic den sieg – detroit am abgrund?
Orlando – Die Detroit Pistons haben es mal wieder fast geschafft, doch am Ende war es wieder Franz Wagner, der seinen Teamkollegen die entscheidenden Punkte bescherte und den Magic den knappen Sieg in Spiel 3 der NBA-Playoffs brachte. Die Serie steht nun auf 2:1 für Orlando, und die Pistons müssen sich fragen, wie sie dem Momentum der Magic entgegentreten wollen.
Die pistons' comeback und wagners antwort
Die Anspannung im Amway Center war förmlich greifbar. Orlando führte zwar komfortabel mit bis zu 17 Punkten, doch die Pistons unter Cade Cunningham zeigten eine beeindruckende Aufholjagd. Ein 26:8-Lauf in nur sechs Minuten brachte Detroit zurück ins Spiel und ließ die Magic-Fans kurzzeitig verstummen. Es war ein Déjà-vu für Orlando, denn auch in Spiel 2 hatte Detroit nach der Pause einen ähnlichen Run hingelegt. Doch dieses Mal war es anders: Franz Wagner erwies sich als entscheidender Faktor.
Lange Zeit war Wagner unauffällig geblieben, mit lediglich 17 Punkten und sechs Assists. Doch in den entscheidenden Momenten des vierten Viertels schaltete er eine Gang höher. Zuerst traf er im direkten Duell mit Cunningham einen wichtigen Mitteldistanzwurf, wenig später gelang ihm sein erster Dreier des Spiels. „Das war Big Time“, lobte Coach Jamahl Mosley. „Er kann sich so gut konzentrieren, wie es nur wenige können.“
Die Defense der Magic machte den Unterschied. Nach Wagners Treffern ließen sie die Pistons nicht mehr ins Spiel kommen und verteidigten mit großer Intensität. Ein weiterer Dreier von Paolo Banchero, der noch vom Ring tanzte, bevor er doch noch in den Korb fiel, machte den Sieg und die Serienführung endgültig perfekt.

Wagner: bescheiden trotz entscheidender leistung
Wagner selbst blieb nach der Partie bescheiden. Er wollte den Sieg nicht überbewerten und betonte, dass die Pistons immer in der Lage sind, einen Run zu starten. „Das ist ein gutes Team, welches immer einen Run machen kann. Wir waren nicht perfekt, hoffentlich können wir es in der Zukunft etwas besser machen. Wir wollen nicht überreagieren“, so Wagner. Er sah das Duell mit Cunningham auf Augenhöhe und betonte, dass sein Team daraus gelernt habe, wie sie die Fehler minimieren können, die Detroit in Spiel 2 ausgenutzt hatte.
Die Pistons stehen nun vor einer schwierigen Aufgabe. Ein Top-Seed in der NBA-Historie ist nur sechsmal gegen ein achtplatzierter Team ausgeschieden. Der Druck liegt nun bei ihnen, und sie müssen in Spiel 4 eine Antwort auf die Dominanz der Magic finden. Die Partie findet in der Nacht auf Dienstag um 2 Uhr deutscher Zeit statt. Denn eines ist klar: Wenn Wagner weiterhin in dieser Form auftritt, könnte die Serie schon bald in Orlando entschieden werden.
