Vor den playoff-derbys: br volleys siegen, netzhoppers zertrümmert

Die Netzhoppers gehen mit einem blutenden 0:3-Sonnenbrand gegen Friedrichshafen in die Viertelfinal-Serie gegen die BR Volleys. Die Berliner dagegen tankten beim 3:1 in Herrsching Selbstvertrauen – und behalten im entscheidenden Duell der Nachbarn den Heimvorteil.

Brandenburger pleite mit ansage

16:25, 16:25, 17:25 – die Zahlen sind schonungslos. Königs Wusterhausen wirkte gegen den VfB wie ein aufgeklappter Fahrplan: jeder Zug kam pünktlich. Diagonalangreifer Linus Weber landete gerade mal acht Punkte, die Annahme brach bei jedem zweiten Aufschlag zusammen. Coach Andrea Giani versuchte es mit Dreier- und Vierer-Wechseln, doch selbst die libero-lose Doppel-Wechselbringe schufen keine Lücken. Die Konsequenz: Platz sieben und die ungemütliche Auswärts-Favoritenrolle gegen Berlin.

Die BR Volleys hingegen zeigten in Oberbayern, warum sie seit Wochen die Formkurve nach oben ziehen. Ruben Schott servierte zwei Asse in Serie zum 22:20 im zweiten Satz, und Mittelblocker Tim Broshog versiegelte mit drei Stuff-Blocks die Sätze drei und vier. 25:18, 25:20, 23:25, 25:19 – kein Zufall, dass Trainer Michał Winiar schon bei 20:17 im vierten Satz seine Youngster warmlaufen ließ. Die Botschaft: Wir haben Tiefe, wir haben Rhythmus.

Best-of-three mit vorentscheidung im olympiastützpunkt

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Am Freitag geht’s in die Max-Schmeling-Halle. Gewinnt Berlin, muss Königs Wusterhausen am Sonntag schon im Tie-Break stehen, um nicht mit 0:2 in die Sommerpause zu rutschen. Die Zahlen sprechen klar: In dieser Saison holten die Volleys 25 von 28 Spielen, die Netzhoppers nur 13. Und der Head-to-Head-Vergleich? 3:0, 3:1, 3:0 – alles Berlin.

Die Fans der Netzhoppers hoffen auf den Heimvorteil im zweiten Duell, doch selbst dort lautet die Bilanz 1:3. Die einzige Konstante: jedes Derby dieser Saison war binnen 96 Stunden ausverkauft. Die Liga freut sich über TV-Quoten, die beiden Clubs über volle Kassen. Spiel eins, zwei – vielleicht drei. Am Ende bleibt die Gewissheit: Nur eine Mannschaft fliegt ins Final-Four-Turnier nach Stuttgart. Und die trägt derzeit das Berliner Wappen auf der Brust.