Vondrousova droht sperre: angst vor dopingkontrolle!
Prag – Ein Schock für die Tenniswelt: Marketa Vondrousova, die Überraschungssiegerin von Wimbledon 2023, könnte eine vierjährige Sperre drohen. Der Grund: Sie verweigerte im Dezember eine Dopingkontrolle, aus Angst und angesichts ihrer angeschlagenen psychischen Verfassung. Ein Fall, der Fragen aufwirft und die Karriere der Tschechin gefährdet.
Die hintergründe des vorfalls
Vondrousova, derzeit Nummer 46 der Weltrangliste, begründete ihre Entscheidung, den Dopingkontrolleur nicht in ihre Wohnung zu lassen, mit anhaltenden Schlafproblemen und allgemeiner Erschöpfung. „Es war für mich extrem belastend, wenn jemand, den ich nicht kannte, darum bat, mein Wohnzimmer zu betreten, ohne sich auszuweisen“, erklärte sie öffentlich über Instagram. Ein Argument, das durch den Vorfall mit ihrer Landsfrau Petra Kvitova im Jahr 2016 verstärkt wird, als diese von einem bewaffneten Einbrecher verletzt wurde.
Ihr Anwalt, Jan Exner, betonte gegenüber AFP, dass die Dopingkontrolle „nicht den üblichen Standards entsprach“ und Vondrousova daher berechtigt gewesen sei, die Probe zu verweigern. Eine Aussage, die die Situation weiter verkompliziert und die Position der Internationalen Tennis-Föderation (ITF) in den Fokus rückt.

Schulterverletzung und pause
Die 26-Jährige pausiert seit Januar aufgrund einer Schulterverletzung und hatte ihre Teilnahme an den Australian Open abgesagt. Sie hatte bereits im Januar angekündigt, sich eine Auszeit nehmen zu müssen, „um zu atmen und mich zu erholen“. Der aktuelle Fall droht nun, diese Auszeit erheblich zu verlängern.
Die ITF hat eine Untersuchung eingeleitet und die möglichen Konsequenzen für Vondrousova werden derzeit geprüft. Eine vierjährige Sperre wäre ein schwerer Schlag für die Karriere der Wimbledon-Siegerin und würde einen traurigen Schlussstrich unter eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte ziehen. Die Frage, ob Vondrousova die Dopingkontrolle hätte akzeptieren sollen, angesichts ihrer persönlichen Umstände, wird nun heiß diskutiert – und die Antwort könnte ihre Zukunft im Tennis maßgeblich beeinflussen.
